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Was BVB-Sportdirektor Zorc beim 0:2 in Augsburg ärgerte

BVB-Sportdirektor Michael Zorc ärgerte sich über die Niederlage in Augsburg.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc ärgerte sich über die Niederlage in Augsburg.

Foto: AFP

Augsburg/Dortmund.  Der BVB stolperte beim 0:2 in Augsburg. BVB-Sportdirektor Michael Zorc war vor allem deswegen verärgert, weil einiges vorher abzusehen war.

Überrascht durfte niemand sein. Gut, vom Ergebnis schon, eine 0:2-Niederlage von Borussia Dortmund beim FC Augsburg gehört nicht zu den Ergebnissen, die vor einem Bundesliga-Spieltag erwartet werden. Die Art und Weise, wie sich der Außenseiter FC Augsburg gegen den großen Favoriten BVB wehren würde, die war aber allen klar gewesen: mit Mann und Maus verteidigen, körperlich robust dagegenhalten und schnell kontern. So war es erwartet worden, so kam es - und so reichte es, um die individuell deutlich besseren Dortmunder 2:0 zu besiegen.

"Es ist das Spiel eingetreten, vor dem wir gewarnt und das wir in den vergangenen Jahren das eine oder andere Mal in ähnlicher Form gesehen hatten", ärgerte sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc noch am Sonntag. "Wir haben Probleme, wenn wir auf solche extrem tiefstehenden Gegner treffen, die dann auch noch körperlich extrem robust sind und das gut machen. Wir hatten 80 Prozent Ballbesitz, haben aber nicht die richtigen Mittel angewendet."

18:6 Torschüsse hatten die Statistiker zwar zugunsten des BVB gezählt, viele aber waren nicht sonderlich gefährlich - weil es die Dortmunder zu selten schafften, Lücken im Strafraum zu reißen und in wirklich gefährliche Abschlusspositionen zu kommen. "Wir hätten mehr Spieltempo benötigt", monierte Zorc. "Wenn der Gegner so massiv verteidigt, musst du sehr schnell verlagern, direkt spielen, das Tempo hochhalten, bis sich eine Lücke auftut."

Der BVB-Treffer schien eine Frage der Zeit - aber er fiel nicht

Das aber taten die Gäste zu selten. "Da waren wir schon im Spielaufbau zu langsam", haderte Zorc. "Die standen so massiert, da kannst du nicht im Zentrum durch fünf Leute durchdribbeln. Da musst du den Ball einfach deutlich schneller laufen lassen." Dabei hatte es anfangs noch gut ausgesehen: Dortmund schnürte Augsburg am Strafraum ein, der Treffer, der das Spiel in die erwarteten Bahnen lenken würde,schien eine Frage der Zeit. Doch er fiel nicht.

"In der ersten Hälfte war die Herangehensweise am Anfang okay", so Zorc. "Wir haben die ersten Chancen allerdings nicht genutzt, dann ist Augsburg immer mehr über die Zweikämpfe gekommen, hat die wichtigen Zweikämpfe gewonnen – und wir konnten uns lange keine Chancen mehr erspielen. Das ist sehr ärgerlich."

Augsburgs Führungstor sorgt für die Wende

Und der Augsburger Führungstreffer durch Felix Uduokhai nach einem starken Freistoß des Ex-Schalkers Daniel Caligiuri sorgte für die Wende im Spiel: "Nach dem 0:1 wurde Augsburg noch selbstbewusster, hat seine Chance gewittert", erklärte Zorc. "Und unsere zweite Hälfte war nicht zufriedenstellend."

Denn statt der Dortmunder traf Caligiuri zum 2:0 für den FCA - und sorgte für den ersten massiven Stimmungsdämpfer bei Schwarz-Gelb.

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