BVB-Stürmer

Sky-Experte Hamann zweifelt an BVB-Stürmer Alcácer

BVB-Stürmer Alcacer muss Kritik von Ex-Nationalspieler Hamann einstecken.

BVB-Stürmer Alcacer muss Kritik von Ex-Nationalspieler Hamann einstecken.

Foto: dpa

Dortmund  Im Champions-League-Spiel gegen Brügge durfte Dortmunds Superjoker Alcácer von Beginn an ran und enttäuschte. Hamann ist nicht überzeugt von ihm.

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Es war definitiv nicht der Abend von Paco Alcácer. Mit gesenktem Kopf verließ der Stürmer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund am späten Mittwochabend den Signal-Iduna-Park. Zuvor hatte er ein ungewöhnliches schwaches Spiel abgeliefert. Alcácer war gegen den belgischen Meister kein Faktor. Keine Torchance, nur ein gewonnener Zweikampf in 90 Minuten - das war die enttäuschende Bilanz des Mittelstürmers, der die BVB-Fans in den vergangenen Wochen begeistern konnte. Neun Bundesliga-Tore hat der 25-Jährige schon auf seinem Konto. Bemerkenswert: Acht davon erzielte er als Einwechselspieler. "Dortmund wäre in dieser Saison ohne die tollen und entscheidenden Tore von Paco Alcacer nie so erfolgreich, das steht fest", schreibt Sky-Experte Dietmar Hamann in seiner (45) Kolumne Hamanns Top 3 auf skysport.de.

"Ich bleibe skeptisch bei Alcácer"

Doch der ehemalige Nationalspieler ist von den Fähigkeiten des BVB-Angreifers, dessen feste Verpflichtung von den Schwarz-Gelben vor einer Woche verkündet wurde, nicht überzeugt. Hamann zweifelt daran, dass Alcácer über die Rolle des Edeljokers hinauskommen kann. "Ich bleibe skeptisch bei Alcácer", unterstreicht er. "Man hat mit Sicherheit keine 25 Millionen Ablöse gezahlt, um 'nur' einen genialen Joker verpflichtet zu haben. Das Problem ist, dass es mit den Joker-Toren irgendwann enden wird und sich viele Gegenspieler auch besser auf ihn einstellen werden. Irgendwann, vor allem wenn er das immer hört und liest, glaubt er selbst, dass er 'nur' ein Joker ist. Und dann wird's gefährlich."

Hamann könne nicht nachvollziehen, dass der spanische Nationalspieler seit seinem Wechsel vom FC Barcelona zum BVB noch immer nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sei. So jedenfalls hatte es Dortmunds Trainer Lucien Favre zuletzt häufig kommuniziert. "Dass er quasi im Dezember noch immer nicht körperlich bei 100 Prozent sein soll, kann ja wohl nicht sein. Wenn er jetzt noch nicht fit ist, wann denn dann?", moniert Hamann.

Hamann: Schalke 04 verdient großen Respekt

Ein Lob sprach er hingegen dem Revierrivalen FC Schalke 04, der sich am Mittwoch trotz einer 1:3-Niederlage beim FC Porto für das Achtelfinale qualifiziert hatte. Die sei eine respektable Leistung, findet Hamann: "Mit den Widrigkeiten, die sie in der Liga bisher mitschleppen, haben sie sich in der Gruppe mit Istanbul, Porto und Lok Moskau am Ende souverän qualifiziert. Wer sich vor dem 5. Spieltag qualifiziert, verdient dafür großen Respekt."

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