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Lucien Favre sieht nach BVB-Trainingslager noch viel Arbeit

BVB-Trainer Lucien Favre gibt seinem Team Anweisungen.

BVB-Trainer Lucien Favre gibt seinem Team Anweisungen.

Foto: firo

Bad Ragaz  Borussia Dortmund hat das Trainingslager im schweizerischen Bad Ragaz beendet. Trainer Lucien Favre ist mit vielen Dingen noch nicht zufrieden.

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Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund beendete sein Trainingslager in der Schweiz mit einer 1:3 (0:2)-Niederlage im Test gegen den italienischen Vizemeister SSC Neapel. Das Spiel offenbarte einige Schwächen, an denen es noch zu arbeiten gilt. Das sah auch Trainer Lucien Favre so, der nach dem Abpfiff von „vielen Details“ sprach, die seine Mannschaft verbessern müsse.

Zwar fiel mit Beginn der zweiten Halbzeit schnell auf, dass der Mannschaft nach einer anstrengenden Trainingswoche mit zwei harten Einheiten pro Tag die Luft ausging, doch schien ein Gegner wie Neapel für die Westfalen auch noch auf vielen Ebenen eine Nummer zu groß. Physisch und taktisch hinkte die Borussia über 90 Minuten beinahe immer einen Schritt hinterher. „Wir haben die Bälle nicht in den richtigen Momenten gespielt und zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung gemacht“ befand Favre nach der Partie. Man müsse gegen so eine „Topmannschaft“ geduldiger spielen und dürfe nicht „träumen“, fünfzehn Torchancen zu bekommen.

Insgesamt sah der Schweizer das einwöchige Trainingslager aber durchaus positiv: „Wir haben hart trainiert und an vielen Dingen gut gearbeitet. Dennoch haben wir noch viel Arbeit vor uns und müssen weiter dranbleiben, das hat man gesehen.“ Was in den Testspielen in der Schweiz besonders auffiel: Die Defensivarbeit des BVB muss noch stabiler werden. Zwar bringt Sommerzugang Abdou Diallo vor allem in Sachen Spieleröffnung große Möglichkeiten für die neue Innenverteidigung der Schwarz-Gelben mit, in der Feinabstimmung mit den Kollegen im Defensivverbund hapert es aber noch.

„Es ist noch nicht top, top, top"

Anders sieht es da schon in der Offensive des Bundesligisten aus: Besonders im Geheimtest gegen den Schweizer Erstligisten FC Zürich zeigte der BVB, dass der Motor laufen kann, wenn das Kombinationsspiel passt. Marco Reus und Jacob Bruun Larsen wirbelten über 90 Minuten immer wieder beeindruckend durch die Züricher Defensivreihe und überzeugten mit vier Toren. „Es ist noch nicht top, top, top“, befand der Trainer des BVB dennoch und wusste, dass er bis zum Pflichtspielauftakt in knapp zwei Wochen in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Zweitligist Greuther Fürth noch viele Aufgaben vor sich hat.

„Vielleicht fehlt ja ein echter Stürmer, um die Bälle vorne festzumachen“, sagte ein Journalist in Richtung des Trainers, der die Aussage mit einem Grinsen zur Kenntnis nahm. In der Tat hat die Borussia kurz vor dem Saisonstart noch keinen etatmäßigen Mittelstürmer verpflichtet. Doch wer das System Favre bereits in Mönchengladbach verfolgt hat, weiß, dass der Schweizer auch gerne in einem 4-3-3 ohne echten Stürmer spielen lässt. Unabhängig davon, welche Akteure bei Borussia Dortmund am 20. August in Fürth auf dem Platz stehen werden, an den taktischen und spielerischen Abläufen gibt es für Trainer Lucien Favre noch viel zu verbessern.

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