Borussia Dortmund

BVB setzt ein Ausrufezeichen: 5:1-Sieg gegen den SC Freiburg

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Der BVB jubelt über das dritte von fünf Toren gegen den SC Freiburg.

Der BVB jubelt über das dritte von fünf Toren gegen den SC Freiburg.

Foto: firo

Dortmund.  Borussia Dortmund verkürzt den Rückstand auf Bayern München. Beim 5:1 (3:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg spielt die Rose-Elf stark auf.

Erling Haaland reckte den Finger nach oben, dann machte er der Stürmer von Borussia Dortmund einen gewaltigen Luftsprung und schrie seine Freude in den Dortmunder Nachthimmel. Der Norweger hatte soeben seinen zweiten Treffer erzielt, es war das Tor zum 4:1 gegen SC Freiburg, das die letzten Zweifel an einem souveränen Heimsieg gegen den Tabellenvierten beseitigte. Der BVB setzte ein Ausrufezeichen, fuhr vor 750 begeisterten Zuschauern einen hochverdienten 5:1 (3:0)-Sieg ein – und verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern zumindest vorübergehend auf drei Punkte. Haaland aber sollte zunächst nur eine Nebenrolle spielen.

BVB gegen Freiburg von Beginn an dominant

Das Spiel kannte von Beginn an nur eine Richtung: in die des Freiburger Tors. Der BVB kombinierte schnell und direkt nach vorne, zeigte teils traumwandlerisch sicheres direkte Spiel. Und wenn der Ball mal verlorenging, wurde er sofort zurückerobert. Es war ein bärenstarker Auftritt, begünstigt allerdings auch durch erstaunlich zaghafte Freiburger, die von ihren Stärken gar nichts zeigten.

Eigentlich nämlich sind die Freiburger die Standardkönige der Liga, die Dortmunder dagegen eher schwach in Situationen mit ruhendem Ball Und so war es alles andere als erwartbar, was sich am Freitagabend auf dem Rasen abspielte: Nachdem Marco Reus bei einer Hereingabe den Ball knapp (5.) und Donyell Malen aus guter Position das Tor deutlich (11.) verpasst hatten, bekam der BVB einen Eckball zugesprochen. Julian Brandt schlug ihn scharf nach innen, Thomas Meunier lief entschlossen zum ersten Pfosten und köpfte ebenso entschlossen ein (13.).

Eine Szene mit Seltenheitswert, in anderthalb Jahren in Dortmund hatte der belgische Rechtsverteidiger erst einen Treffer erzielt. Nun aber schien er auf den Geschmack gekommen: eine Viertelstunde später, eine Brandt-Ecke von der anderen Seite – und wieder setzte sich Meunier wuchtig durch und köpfte ein (29.).

Ein Zwischenstand, der den absurd einseitigen Spielverlauf zwischen dem Tabellenzweiten und -vierten nur in Ansätzen widerspiegelte. Äußerst selten nur kam Freiburg überhaupt in die gegnerische Hälfte – auch weil der BVB gut organisiert, konsequent und aggressiv wie lange nicht mehr gesehen attackierte, wenn er mal nicht in Ballbesitz war.

Zu rund 70 Prozent war er das in der ersten Hälfte, kurz vor dem Pausenpfiff blendete die Stadionregie auf der Anzeigentafel zudem ein Torschussverhältnis von 10:0 ein. Ein elfter Dortmunder Versuch sollte aber noch hinzukommen: Jude Bellingham eroberte den Ball tief in der gegnerischen Hälfte, stürmte nach vorne und steckte durch auf Haaland, der frei vorm Tor sicher vollstreckte (45.+1).

Torhüter Gregor Kobel war bis dato vollkommen beschäftigungslos, hatte sich glücklicherweise aber dennoch warmgehalten. Kurz vor der Pause nämlich tauchte Ermedin Demirovic vollkommen frei vor ihm auf, doch der Torhüter konnte retten – auch weil der Freiburger abermals viel zu zögerlich agierte und nur ein halbherziges Dribbling ohne rechten Abschluss zustande brachte (50.).

Dennoch, Freiburg war nun etwas besser in der Partie – und plötzlich auch mit zählbarem Ertrag: Die Breisgauer konterten, Roland Sallai schoss, Kobel hielt mit Not und Demirovic staubte zum 1:3 ab (61.). Nun waren die Freiburger da und die Dortmunder Selbstverständlichkeit dahin. Statt flüssigem Ballvortrag war mehr und mehr Stückwerk zu sehen, zudem humpelte Meunier mit offensichtlich schwer lädiertem rechten Fuß vom Platz.

BVB: Mahmoud Dahoud setzt den Schlusspunkt

Doch mitten hinein in die aufkommenden Zweifel eroberte Mahmoud Dahoud den Ball und steckte blitzschnell durch auf Erling Haaland, der Uphoff zum 4:1 tunnelte (75.). Den Schlusspunkt durfte dann Dahoud setzen, der von Nico Schulz freigespielt wuchtig einschoss (86.). 5:1! Die wenigen Zuschauer, die pandemiebedingt ins Stadion durften, waren endgültig beseelt – und stimmten das in solchen Fällen übliche Liedgut an: „Wer wird deutscher Meister? BVB Borussia!“

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