Goretzka

Leon Goretzka lobt BVB-Transferpolitik: Vorbild für Schalke

Leon Goretzka (r.) feiert das Bayern-Double mit Robert Lewandowski (l.) und Thomas Müller.

Leon Goretzka (r.) feiert das Bayern-Double mit Robert Lewandowski (l.) und Thomas Müller.

Foto: Getty

Essen/München.   Leon Goretzka hofft auf einen Bayern-Wechsel von Sané, zeigt sich beeindruckt von Dortmunds Transfers – und muss dabei an seinen Ex-Klub denken.

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Mittelfeldspieler Leon Goretzka kann mit sich und der abgelaufenen Saison mehr als zufrieden sein. Als er 2018 vom FC Schalke zum deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München wechselte, war es natürlich auch sein Ziel, Titel zu gewinnen. Das ist ihm in zwei von drei möglichen Fällen gelungen: Mit dem FC Bayern holte der Bochumer erst die Meisterschaft und dann den DFB-Pokal. Leon Goretzka, Double-Sieger.

Die neue Saison wird deshalb aber längst kein Selbstläufer. Vizemeister Borussia Dortmund hat die Strategie geändert und redet nun offen davon, die Meisterschaft gewinnen zu wollen. Leon Goretzka gefällt diese offene Art. „Ich finde es absolut gut, dass sie es so machen. Man sollte sich hohe Ziele stecken. Die haben einen Kader, der das hergibt“, sagte der 24-Jährige im Gespräch mit der Bild-Zeitung.

Sané und Goretzka - erst gemeinsam bei Schalke, jetzt bei Bayern?

Für Goretzka liegt der Schlüssel zum Dortmunder Erfolg – immerhin hielt der BVB in dieser Saison zum ersten Mal seit vielen Jahren den Titelkampf bis zum letzten Spieltag offen – in der gelungenen Transferpolitik der jüngsten Vergangenheit. „Dass die Transferpolitik von Dortmund in den letzten Jahren sehr gut war, liegt auf der Hand“, sagt Goretzka. „Man sieht es an den Käufen und Verkäufen, die sie tätigen.“ Und: „So hart das klingt: Das kann man in Schalke schon als Vorbild nehmen.“

Goretzkas Ex-Klub Schalke 04 war als Vizemeister in die abgelaufenen Spielzeit gestartet und ist dann gnadenlos durchgereicht worden – auch wegen falscher Transferpolitik. Am Ende standen Platz 14, ein Manager-Abgang, eine Trainerentlassung und ein großflächig angelegter Umbruch.

Goretzka, der seine Verbundenheit zu seiner Heimat, dem Ruhrgebiet, und seinen dort angesiedelten früheren Vereinen Schalke 04 und VfL Bochum, nicht verloren hat, beschäftigt sich derzeit auch mit einem weiteren Ex-Schalker. Leroy Sané – ebenfalls ein Kind des Ruhrgebiets und einst von Schalke zu Manchester City gewechselt – ist beim FC Bayern im Gespräch. Goretzka und Sané kennen sich noch aus gemeinsamen Schalker-Zeiten, trumpften zuletzt zusammen in der deutschen Nationalmannschaft auf.

Wechsel war "goldrichtige Entscheidung"

So ist es kaum verwunderlich, dass Leon Goretzka auf einen Wechsel des 23-Jährigen hofft. „Wir würden uns alle brutal drüber freuen, wenn er kommt“, sagt der Bayern-Profi. „Aber ich werde einen Teufel tun, ihn da unter Druck zu setzen oder in seiner Meinung zu beeinflussen. Leroy weiß, dass München eine sehr schöne Stadt ist, da braucht man ihm nicht viel schmackhaft machen.“ Und: „Er weiß, dass er sich immer bei mir melden kann, wenn er Ratschläge braucht oder meine Meinung hören will.“

Am Ende müsse Sané die Entscheidung aber ganz für sich treffen. So wie Goretzka im vergangen Jahr. Für ihn sei der Wechsel von Schalke zu Bayern „auf jeden Fall die goldrichtige Entscheidung“ gewesen. „Obwohl es nicht leicht war…“, beteuert er. (meme)

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