BVB-Noten

Kurzarbeiter Brandt hilft dem BVB – Akanji mit Schwächen

Die BVB-Profis Jadon Sancho und Julian Brandt sehen Grund zur Freude.

Die BVB-Profis Jadon Sancho und Julian Brandt sehen Grund zur Freude.

Foto: dpa

Köln.  Borussia Dortmund gewinnt dank einer Steigerung mit 3:1 gegen den 1. FC Köln. Julian Brandt trumpft auf. Die Einzelkritik.

Roman Bürki: Der Schweizer rückte nach überstandener Verletzung wieder in die Startelf. Beim Gegentor war der Torwart chancenlos. Kurz darauf leistete sich Bürki einen kleinen Aussetzer, indem er den Ball nach einem Rückpass berührte und so eine Ecke verursachte (32.). Vertändelte den Ball gegen Jhon Cordoba und ermöglichte Köln so beinahe das 2:0 (43.). Note: 4,5

Lukasz Piszczek: Auch der Routinier ließ sich von der hitzigen Atmosphäre anstecken. Hatte kurz vor der Pause eine gute Offensivaktion. Die Hereingabe des Polen erreichte jedoch keinen Mitspieler (42.). Wie der Großteil seiner Teamkollegen steigerte sich auch Piszczek in der Schlussphase, ohne durch besondere Einzelaktionen aufzufallen. Bis zu seiner Flanke in der 85. Minute, die zum 2:1 führte. Note: 3

Manuel Akanji: Der Schweizer machte bei einer Chance von Jhon Cordoba keine gute Figur (27.). Leistete sich eine Slapstick-Aktion mit einem überhasteten Schuss ins Toraus (36.). Zudem unterlief Akanji beinahe ein Eigentor (49.). Es war ein gebrauchter Tag für den Schweizer. Note: 5

Hummels Offensivgeist hilft

Mats Hummels: Der Innenverteidiger bekam lange Zeit nicht den Platz, um seine langen Bälle in die Spitze zu spielen. Hummels hatte nach einem Eckball die erste kleine Chance für den BVB, köpfte jedoch über das Tor (14.). Schaltete sich nach dem Wechsel verstärkt mit in die Offensive mit ein, stachelte die Teamkollegen an. Das half. Note: 3

Nico Schulz (bis 62. Minute): Stand am nächsten zu Dominick Drexler, als dieser zur Kölner Führung einköpfen konnte (29.). Leitete mit einem leichten Ballverlust einen Konter der Gastgeber ein (60.). Auch bei seinen Offensivaktionen war der Nationalspieler zu zaghaft. Musste für Achraf Hakimi weichen. Note: 4,5

Axel Witsel: Der Belgier verlor Jonas Hector nach 18 Minuten aus den Augen und ermöglichte dem Kölner Kapitän so eine gute Schusschance. Witsel lamentierte viel. Ein Mann, der vor einem Jahr noch ein WM-Halbfinale bestritten hat, sollte sich von Verbalduellen nicht beeindrucken lassen. Immerhin berappelte sich der Mittelfeldspieler nach dem Wechsel. Note: 4

Julian Weigl (bis 62.): Sein Steilpass ins Toraus war sinnbildlich für die schwache Dortmunder Anfangsphase (20.). Wirkte vor der Pause noch konzentrierter als sein Nebenmann Axel Witsel, leistete sich in der zweiten Halbzeit auch viele Ballverluste. Wohl auch deshalb nahm ihn Lucien Favre runter und brachte Julian Brandt. Note: 4

Der agilste Dortmunder: Jadon Sancho

Jadon Sancho: War in der ersten Halbzeit noch der agilste Dortmunder Offensivspieler. Abschlüsse gab es vom Engländer jedoch kaum. Das holte er nach der Pause nach. Erst traf Sancho mit einem Schuss ins lange Ecke zum Ausgleich. An der Kombination, die zum 2:1 führte, war er auch beteiligt. Das 3:1 bereitete er vor. Note: 2

Marco Reus: Wirkte vor dem Kölner 0:1 orientierungslos und ließ Ellyes Skhiri den Ball per Kopf verlängern. Auch offensiv blieb der Kapitän in der ersten Halbzeit unauffällig. Berappelte sich nach der Pause. Die Glanzlichter setzten jedoch andere. Note: 4

Alcacer mit einem Geistesblitz

Thorgan Hazard (bis 85.): Ging nach einem harten Zweikampf mit Sebastiaan Bornouw zu Boden und trug eine Wunde davon (20.). Bereitete den Ausgleich durch einen klugen Pass auf Sancho vor. Musste in der Schlussphase für Jacob Bruun Larsen vom Feld. Note: 4

Paco Alcácer: Trat nach 23 Minuten in seiner Spezialdisziplin an: dem Freistoß aus rund 25 Metern. Kölns Torwart Timo Horn hatte mit dem Schuss aber wenig Probleme. Der Spanier hatte nach 70 Minuten einen Geistesblitz, als er eine Ecke schnell ausführte. So entstand das 1:1. Ansonsten war Alcácer entfernt von der Form der vergangenen Wochen. Machte in der Nachspielzeit aber alles klar. Note: 3

Julian Brandt (ab 62.): War Kurzarbeiter, aber trotzdem Mann des Spiels. Nach seiner Einwechslung wurde Dortmund deutlich stärker. Brandt war ein jeder Offensivaktion beteiligt. Note: 1,5

Achraf Hakimi (ab 62.): Traf zum Führungstor. Ohne Note.

Jacob Bruun Larsen (ab 85.): Stand auf dem Platz, als das zweite und dritte Dortmunder Tor fielen. Ohne Note.

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