Champions League

Champions League: Warum sich die Revierstädte nicht bewerben

Der Champions-League-Pokal vor dem Finale 2019 im Wanda Metropolitano in Madrid.

Der Champions-League-Pokal vor dem Finale 2019 im Wanda Metropolitano in Madrid.

Foto: dpa

Essen.  Das Champions-League-Finale 2022 steigt in München. Doch weshalb bewerben sich Gelsenkirchen und Dortmund nicht? Wir haben nachgefragt.

Die Entscheidung ist gefallen: Das Champions-League-Finale der Saison 2021/2022 findet in München statt. Nach dem verlorenen „Finale dahoam“ 2012 ist die Allianz-Arena somit zum zweiten Mal innerhalb von zehn Jahren Austragungsort eines Endspiels.

Schalke erfüllt die Mindestkapazität nicht

Doch weshalb haben sich Gelsenkirchen und Dortmund mit ihren Stadien nicht für die Ausrichtung beworben? Immerhin fand seit 2004 kein Endspiel mehr in NRW statt, damals schlug der FC Porto die AS Monaco in Gelsenkirchen mit 3:0. Die Gründe dafür liegen in den veränderten Uefa-Regularien. Schalke 04 bestätigte auf Anfrage dieser Redaktion, dass die Mindestkapazität von 60.000 Zuschauern, die ein Stadion für ein Champions-League-Finale zur Verfügung stellen muss, von der Veltins-Arena nicht erfüllt werden kann (54.740 Plätze). Bei internationalen Spielen müssen die Stadien vollständig bestuhlt sein, Stehplätze sind nicht gestattet.

Anders verhält es sich bei Ligakonkurrent Borussia Dortmund. Der Signal-Iduna-Park verfügt zwar über die notwendige Kapazität (66.099 Plätze), Dortmund hat jedoch in anderen Bereichen Defizite. Auf Nachfrage dieser Redaktion teilte der BVB mit, dass bestimmte Voraussetzungen von Seiten der Stadt und des Vereins gegenwärtig nicht zu erfüllen seien. Dazu zählen unter anderem eine ausreichende Anzahl an Hotelbetten in der Stadt, ein großer Flughafen mit einer festgelegten Mindestkapazität und ein ausreichend großer Bereich für Presse und TV.

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