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BVB: Warum Erling Haaland in Dortmund unverzichtbar ist

Borussia Dortmunds Torjäger vom Dienst: Erling Haaland

Borussia Dortmunds Torjäger vom Dienst: Erling Haaland

Foto: getty Images

Dortmund.  Kein Spieler ist bei Borussia Dortmund so wichtig wie Erling Haaland. Nach Corona-Chaos darf der Torjäger in Berlin spielen.

Unmissverständlich stellte Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre am Freitag klar, was bis zuletzt alles andere als klar gewesen war: Erling Haaland steht dem BVB im Fußball-Bundesligaspiel bei Hertha BSC an diesem Samstag (20.30 Uhr/DAZN) zur Verfügung. „Erling ist bereit, er ist bei 100 Prozent“, sagte der 63-jährige Trainer.

Und das, obwohl sich Haaland während der Länderspielpause in einem Corona-Chaos wiederfand. Eine Situation, die durch einen positiven Corona-Test seines norwegischen Teamkollegen Omar Elabdellaoui ausgelöst worden war. In der Folge hatten die norwegischen Behörden eine zehntägige häusliche Quarantäne für die Nationalmannschaft angeordnet. Eigentlich würde diese Quarantäne auch noch heute gelten und einen Einsatz Haalands unmöglich machen.

Erling Haaland ist der Zielspieler beim BVB

In Deutschland aber gelten andere Corona-Bestimmungen, wie BVB-Sportdirektor Michael Zorc erklärte. Hier entscheidet das Dortmunder Gesundheitsamt, mit dem der BVB den Fall „penibel abgesprochen“ habe.

Da Haaland nach eigenen Angaben keinen direkten Kontakt zum positiven Elabdellaoui gehabt habe, hat die Dortmunder Behörde keine Quarantäne-Pflicht angeordnet. „Darüber hinaus haben wir vier Tests mit ihm gemacht, die alle negativ waren“, sagte Zorc. „Wir haben alle Vorsichtsmaßnahmen walten lassen, die vorgeschrieben waren.“

Ohne Erling Haaland tut sich der BVB schwer

Seit Wochenbeginn wieder in Dortmund, trainierte Haaland deshalb zunächst individuell, bevor er Mittwoch ins Teamtraining zurückgekehrt war. Dass einem Einsatz gegen Hertha BSC nun nichts im Wege steht, ist für den BVB immens wichtig, denn der 20-Jährige ist derzeit der einzige Profi, der bei den Schwarz-Gelben als unverzichtbar gilt. Haaland ist der Zielspieler im System von Trainer Favre. Obendrein ein Gewinnertyp, einer, der seine Teamkollegen mitreißt.

Spielt er nicht, wie beim 2:0-Sieg bei Arminia Bielefeld oder in der ersten Halbzeit bei der TSG Hoffenheim (1:0), tun sich die Dortmunder schwer. Weil Haalands unnachahmliche Läufe fehlen. Genau wie seine Tore. Elf waren es in seinen elf Pflichtspielen der laufenden Saison – eine Quote, die zeigt, dass der Norweger schon jetzt internationale Klasse hat.

Top-Talent Youssoufa Moukoko gegen Hertha BSC im Kader

Zu dieser Spieler-Kategorie könnte eines Tages vielleicht auch Youssoufa Moukoko zählen. Das Top-Talent hat am Freitag seinen 16. Geburtstag gefeiert und dürfte nun in der Bundesliga eingesetzt werden. „Er hat ein fantastisches Potenzial, macht sich sehr gut in der ersten Mannschaft“, lobte Favre den Teenager. Nachdem der Trainer am Freitagnachmittag noch nicht verraten wollte, ob er den jungen Torjäger mit nach Berlin nehmen wird, stand am frühen Abend fest: Moukoko wird im Kader stehen. Kommt er zum Einsatz, wird er der jüngste Spieler der Liga-Geschichte.

Nach zuletzt viel Vorfreude auf einen Einsatz von Moukoko in Deutschlands höchster Spielklasse versuchte Sportdirektor Zorc am Freitag, die hohen Erwartungen an den 16-Jährigen zu dämpfen. „Das, was medial rund um den Jungen abgeht, ist mir ein bisschen zu viel. Da ist mir zu viel Druck in der ganzen Geschichte“, sagte der 58-Jährige. Bevor er nur wenige Sekunden später erklärte, dass Moukoko „ein wichtiger Teil der Zukunft von Borussia Dortmund“ sein werde.

Die Gegenwart allerdings prägt beim BVB ein anderer. Der unverzichtbare Erling Haaland.

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