Borussia Dortmund

BVB unterstützt Guerilla-Plakat-Aktion gegen Homophobie

Foto: dpa

Dortmund.  Die plötzlich in Dortmund aufgetauchten Plakate erinnern in ihrem Design an Borussia Dortmund. Doch der BVB ist nicht verantwortlich.

In der Dortmunder Innenstadt sind in der Nacht auf Samstag Plakate aufgetaucht. Sie machen auf den Kampf gegen Homophobie aufmerksam und erinnern in ihrem Design an den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Der ist zwar nicht der Urheber – unterstützt die Aktion aber „voll und ganz“.

„Jede Liebe ist echte Liebe“ ist auf den Plakaten in der Dortmunder Innenstadt zu lesen. Dabei die Frage: „Was homosexuelle Spieler unter der Duschen machen? Duschen.“ Borussia Dortmund selbst erklärte am Samstagvormittag in dem sozialen Netzwerk Twitter, dass der Klub nicht der Urheber der Plakate sei („Die Plakate sind nicht von uns“), dass die Borussen die Botschaft darauf aber „voll und ganz“ unterstützen.

Im Mai gab es eine ähnliche Aktion

Wer für die Plakatierung verantwortlich ist, ist noch nicht bekannt. Schon im Mai hatte es eine ähnliche Aktion gegeben, damals richtete sich der Fokus auf den Kampf gegen Rechtsextremismus. Auf einem etwas später aufgetauchten Video im Internet waren Unbekannte beim Aufhängen der Plakate zu sehen.

Das Spiel am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf gewann der BVB übrigens 5:0 und bleibt nach seinem höchsten Saisonsieg dank Toren von Marco Reus (42., 69.), Thorgan Hazard (58.) und Jadon Sancho (63./74.) Teil der Spitzengruppe. Auf dem Platz dominierte vor 81.365 Zuschauern stets schwarz, pechschwarz: Dortmund spielte im Kohle-und-Stahl-Sondertrikot zum 110. Klubjubiläum - und machte enormen Druck.

Zunächst kein Feuerwerk

Allerdings brannte der BVB zunächst keineswegs ein Feuerwerk der Torchancen ab. Viele Angriffe endeten 20 Meter vor dem Düsseldorfer Tor im Nichts. Die Düsseldorfer Ketten waren fast nur mit Durchsteckpässen zu bezwingen. Julian Brandt und Lukasz Piszczek führten dies vor Reus' Führungstor sehenswert vor - wenn auch mit etwas Glück, denn Reus nahm den Ball mit dem Knie mit. Auf der anderen Seite erreichte den mit Abstand besten Fortuna-Torschützen Rouwen Hennings kaum einmal der Ball.

Kurz nach der Pause galt der Dank der nun völlig konfusen Düsseldorfer dem Videobeweis: Sanchos vermeintliches 2:0 wurde aberkannt (52.), weil Reus knapp im Abseits gestanden hatte. Funkel reagierte nicht, obwohl das 2:0 in der Luft lag, und wurde kurz darauf bestraft. Der ganz starke Sancho entschied das Spiel fünf Minuten später nach Doppelpass mit dem herausragenden Reus. Von Düsseldorf kam wenig bis nichts - und der BVB holte das Toreschießen in der Schlussphase nach.

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