Borussia Dortmund

BVB-Trainer Lucien Favre zweifelt an Mario Mandzukic

Juventus-Stürmer Mario Mandzukic bei einem Testspiel im vergangenen Sommer.

Juventus-Stürmer Mario Mandzukic bei einem Testspiel im vergangenen Sommer.

Foto: Getty

Dortmund.  Dortmunds Trainer Lucien Favre hat in einem Bild-Interview bekräftigt, dass im Winter über mögliche Verstärkungen gesprochen werden soll.

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Nach elf Spieltagen in der Fußball-Bundesliga liegt Vizemeister Borussia Dortmund hinter den Erwartungen. Platz sechs entspricht nicht den hohen Ansprüchen der BVB-Bosse, die das Ziel Meisterschaft ausgegeben hatten. Dies könnte dazu führen, dass es schon inder Winterpause personelle Änderungen geben könnte. Das erste Drittel der Saison hat die Diskussion befeuert, dass den Schwarz-Gelben ein Mittelstürmer fehlt.

Zuletzt wurde wie schon im vergangenen Sommer der Name von Mario Mandzukic (33) ins Spiel gebracht. Der kroatische WM-Held spielt bei Juventus Turin keine Rolle mehr und wäre demnach wohl verfügbar. BVB-Trainer Lucien Favre (62) hat jedoch in einem Interview mit der "Bild" betont, dass der ehemalige Bayern-Star wohl keine Option für ihn sei. Das Alter spiele dabei eine wichtige Rolle: "Vor drei, vier Jahren hätte sich die Frage gar nicht gestellt. Er ist ein sehr guter Spieler", sagte Favre. "Nun ist er 33 Jahre alt, das darf man bei der Bewertung und den Summen, die heutzutage im Spiel sind, nicht vergessen.“

Ob die Dortmunder auf dieser Position überhaupt personell nachjustieren wollen, werde erst in der Winterpause entschieden. "Wir werden – wie Michael Zorc schon betont hat – im Winter eine Analyse machen. Und sollten wir zu dem Entschluss kommen, dass wir einen Stürmer benötigen, werden wir sicher versuchen, zu handeln", erklärte Favre.

BVB-Trainer Favre hat keine Angst um seinen Job

Zuletzt wurde auch der Dortmunder Trainer scharf kritisiert. Vor allem nach dem 0:4-Debakel in München. Die anhaltenden Diskussionen um seine Person stören Favre nicht. "Das ist das Geschäft. Ich kann damit gut leben – und als Trainer in der heutigen Zeit musst du das auch können", sagte der Schweizer Fußballlehrer und versicherte: "Ich war auch nicht mit allen Ergebnissen in dieser Saison zufrieden – aber Angst um meinen Job hatte ich nie." Bleiben die Ergebnisse aus, „gibt es Diskussionen. Ich bin lange genug dabei, um das zu verstehen.“

Favre räumt jedoch ein, dass es nicht leicht für ihn sei, mit seinem Vorgänger Jürgen Klopp verglichen zu werden. "Sein Nachfolger zu sein, ist nie einfach - das ist kein Geheimnis. Er ist ein toller Trainer und hatte hier sieben hervorragende Jahre."

Aus dem Kampf um den Titel will Favre kein Dauerthema machen. "Ich habe wie die Bosse auch gesagt, dass wir es versuchen wollen. Ich bin aber keiner, der das täglich ausspricht“, betonte der 62-Jährige. Für ihn sei es keine Überraschung, "dass die Erwartungen in Dortmund hoch sind und das Umfeld nach so einem ersten Jahr anfängt, von mehr zu träumen. Nur vom Titel zu reden bringt uns aber keine Punkte“, betonte Favre. "Wir müssen uns auf die Spiele konzentrieren und gewinnen." (fs mit dpa)

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