Borussia Dortmund

BVB-Kapitän Reus: „Wir haben uns in einen Rausch gespielt“

BVB-Spieler Marco Reus in Feierlaune

BVB-Spieler Marco Reus in Feierlaune

Foto: dpa

Dortmund  Borussia Dortmund überrollt den überforderten Aufsteiger Nürnberg. Das sagen Marco Reus und Sebastian Kehl zum 7:0-Heimsieg

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Irgendwann in diesem Spiel, recht früh muss es gewesen sein, war die Anspannung abgefallen von jenen, die zuletzt mühsam versucht hatten nach vorn zu spielen, dabei aber doch meistens nur Harmlosigkeit produzierten. Marco Reus gehört zu jenen Offensivspielern von Borussia Dortmund, die zuletzt nicht den besten Eindruck machten. Doch in diesen 90 Minuten, die zu einem 7:0-Sieg gegen den Aufsteiger 1. FC Nürnberg wurden, streiften Reus und Co. alles Schwere ab und schossen sich die Zweifel von der Seele.

„Wir sind früh zu Chancen gekommen und man kann sagen, dass wir uns in einen Rausch gespielt haben“, sagte Reus, der zum 2:0 und 4:0 getroffen hatte. Es war sein 100. Pflichtspieltreffer für den BVB. „Das bedeutet mir sehr viel, das ist eine große Ehre. Und ich hoffe, das waren nicht die letzten.“

Sebastian Kehl: Sieg in dieser Höhe verdient

Wenn die BVB-Offensive so weiter läuft, wie am Mittwochabend, dann werden es sicher nicht seine letzten Tore gewesen sein. Die Mannschaft spielte gegen einen zunehmend demoralisierten Gegner weiter nach vorn. Und weiter. Und weiter. „Das war in der Höhe verdient“, konstatierte Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung, der auf der Bank in der Nähe von Trainer Lucien Favre saß, wo offenbar keine Sekunde lang darüber nachgedacht wurde, Kräfte zu schonen in den anstrengenden englischen Wochen derzeit. „Gegen neun Tore hätten wir uns auch nicht gewehrt. Die Mannschaft hatte Spaß. Dann lässt man es laufen und bremst sie nicht“, sagte Kehl. „Zuletzt lief es offensiv ja nicht so gut. Aber heute war es großartig. Wir genießen das heute mal. So viele Tore schießt man nicht alle Tage.“ Fürwahr: Der letzte 7:0-Heimsieg des BVB liegt 32 Jahre zurück. Im September 1986 hieß der Gegner Blau-Weiß 90 Berlin.

Zuletzt hatte der BVB seine Punkte eher mit Glück und einer großen Portion Verbissenheit gewonnen. So leicht wie am Mittwochabend hatte er schon lange nicht mehr gewirkt. War das also der Durchbruch? Zumindest Reus mahnt zur Vorsicht: „Wir wissen, dass wir noch eine Menge zu tun haben. Nürnberg hat uns nicht an die Grenzen gebracht.“

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