Watzke

BVB-Bosse bestellen Aubameyang nach Masken-Jubel zum Rapport

Pierre-Emerick Aubameyang von Dortmund jubelt mit einer Maske über seinen Treffer zum 1:0.

Pierre-Emerick Aubameyang von Dortmund jubelt mit einer Maske über seinen Treffer zum 1:0.

Foto: dpa

Dortmund.  Seinen Treffer gegen Schalke feierte BVB-Stürmer Aubameyang mit einer Maske. Die BVB-Bosse sind sauer – aber nicht nur auf ihren Spieler.

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Am Tag danach entschied sich Pierre-Emerick Aubameyang für eine ebenso unauffällige wie unverfängliche Kopfbedeckung: Als die Profis von Borussia Dortmund mit dem Fahrrad die Derbystrapazen aus den Knochen radelten, trug er wie alle seine Kollegen einen Helm.

Tags zuvor, beim 1:1 auf Schalke, war der BVB-Torjäger mit anderem Kopfschmuck auffällig geworden: Seinen Treffer zum Dortmunder 1:0 feierte er mit einer Maske, was nach Treffern gegen Schalke eine gewisse Tradition hat. Dieses Mal aber war es kein Superheld, für den sich Aubameyang entschied, sondern die Figur, die sein persönlicher Werbepartner Nike für einen Dreh mit ihm erdacht hatte: The Masked Finisher, der maskierte Vollstrecker.

BVB-Boss Watzke: "Das wird unsere Beziehung mit Nike belasten"

Das fand man beim BVB wenig lustig. Erstens, weil es dem Stürmer eine Gelbe Karte eintrug. Und zweitens, weil der BVB eng mit Puma verbandelt ist: Der Sportkonzern aus Herzogenaurach ist nicht nur Ausrüster der Schwarz-Gelben, sondern hält auch fünf Prozent der Aktien am Klub. Der Partner fand die Aktion denn auch wenig witzig und rechnet mit einer Bestrafung: „Wir sind davon überzeugt, dass der BVB die richtigen Konsequenzen aus dem Vorfall ziehen wird“, teilte der Konzern mit. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigte im Gespräch mit dieser Zeitung an: „Er wird sich einem Gespräch unterziehen müssen und dann werden wir alles Weitere besprechen.“

Die Wut der Dortmunder Bosse aber richtet sich vornehmlich an einen anderen Adressaten: „Ich bin nicht in erster Linie auf Auba sauer, sondern auf Nike“, sagte Watzke am Sonntag. Der Konzern habe die Aktion initiiert, der Stürmer mitgemacht, weil er ein gutes Verhältnis zu seinem Partner habe. „Auba ist ein positiver Mensch, der macht sich nicht über die negativen Folgen Gedanken“, so Watzke. „Er hat sich darauf versteift, dass das ein cooler Jubel für ihn ist – was es ja auch ist. Aber er wird benutzt für eine Nike-Kampagne.“

Und der BVB spielt nun einmal in Puma, weshalb Watzke klar sagt: „Das ist so nicht in Ordnung und das wird auch unsere Beziehung mit Nike belasten. Die werden sich in dieser Woche mit uns auseinandersetzen müssen.“

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