BVB

BVB-Boss Watzke stichelt gegen Bayern München

Hans-Joachim Watzke.

Hans-Joachim Watzke.

Foto: dpa

Hannover  Hans-Joachim Watzke glaubt, dass die Mehrheit der Deutschen der Borussia im Titelkampf die Daumen drückt - und stichelt gegen die Bayern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wer wird Deutscher Meister? Seriensieger FC Bayern München thront auf Platz eins, Borussia Dortmund folgt dicht dahinter und hat einen Zähler weniger auf dem Konto. Das sind die nackten Zahlen. Geht es nach dem Wunsch der Deutschen, so vermutet BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, dann fährt sein Klub am 34. Spieltag die Ernte ein. „70 Prozent der Deutschen drücken gefühlt Dortmund die Daumen“, sagte der 59-Jährige bei „Kneipengespräch“ in einem Lokal bei Hannover.

Und der Borussen-Boss war gleich in seinem Element und machte weiter. Mit Bezug auf die vergangenen Meisterfeiern der Bayern und die Bilder von gähnender Leere vor dem Balkon, auf dem die Spieler Jahr für Jahr die Schale präsentieren, sagte er: „Wenn die Meisterfeier auf dem Marienplatz stattfindet, kommen 3000 Leute plus 1500 Touristen, die gucken: Was ist denn da los, okay, da gehen wir auch mal vorbei. Bei uns wäre der Titel eine ganz andere Nummer.“

Beim Revierklub lechzen Fans, Spieler und Mitarbeiter nach der ersten Meisterschaft seit 2012. Watzke: „Am Spieltag ist es, wie wenn woanders Weihnachten gefeiert wird und überall die Weihnachtsbeleuchtung hängt. Die Leute sind elektrisiert. Und wenn so ein Klub Deutscher Meister wird, hat das ein anderes Gewicht.“ 2011 hatten mehrere hunderttausend Anhänger der Schwarz-Gelben rund um das Dortmunder Stadion den Titel gefeiert. Dafür mussten Teile der Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt werden.

"Hoffe, dass ich es im Derby bis zum Schluss aushalte"

Ob Watzke in dem Moment, wenn der BVB beim Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach den Titel holen sollte, noch im Stadion sein wird, ist eine andere Frage. Der Funktionär hält es bekanntlich nicht lange auf seinem Sitz aus, wenn es spannend wird. Und gerade mit Blick auf das anstehende Derby gegen den Erzrivalen Schalke 04 rätselt der Geschäftsführer, ob er den Schlusspfiff noch live erleben wird: „Gegen Mainz bin ich in der 87. Minute abgehauen. Ich hoffe, dass ich es im Derby bis zum Schluss aushalte.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben