Sokratis

BVB-Abwehrchef Sokratis: "Hatten zu viel Respekt vor Bayern"

Hatte gegen die Bayern viel zu tun: BVB-Abwehrchef Sokratis.

Hatte gegen die Bayern viel zu tun: BVB-Abwehrchef Sokratis.

Foto: firo

München.  Nach dem 1:2 bei Bayern München fand BVB-Abwehrchef Sokratis kritische Worte für den eigenen Auftritt – aber auch Dinge, die ihm Hoffnung machen.

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Man hätte es Sokratis nicht übelnehmen können, wenn er über leichte Schwindelgefühle geklagt hätte, als die Partie zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund nach 90 Minuten plus Nachspielzeit mit einem 2:1-Sieg für die Bayern zu Ende gegangen war. Vor allem in der ersten Halbzeit war Angriff um Angriff auf das Dortmunder Tor zugerollt, weil der BVB dem Rekordmeister vor allem im Mittelfeld nur wenig entgegenzusetzen hatte. Immer wieder brannte es lichterloh im Strafraum, Abwehrchef Sokratis hatte seine liebe Mühe damit, all das auszubügeln, was links und rechts von ihm verbockt wurde, wenn die Münchener in Höchstgeschwindigkeit heranrauschten – und nicht immer gelang dies. Nach der Partie fand der griechische Innenverteidiger deswegen auch deutliche Worte.

In den letzten 20 Minuten war Dortmund plötzlich besser als Bayern, hat noch auf den Ausgleich gedrängt. Kam das zu spät?

Sokratis: Ja, das war zu spät. In der ersten Halbzeit haben wir es nicht gut gemacht, hatten zu viel Respekt vor Bayern. Aber die zweite Halbzeit war sehr gut. Am Ende hatten wir auch drei, vier große Chancen, haben die aber leider nicht genutzt.

Sie haben das Spiel in einer sehr defensiven Grundordnung begonnen, dennoch kam Bayern zu Chancen im Minutentakt. Wie erklären Sie sich das?

Sokratis: Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Also wir als Spieler sind nicht gut ins Spiel gekommen. Dafür haben wir bezahlt. In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Aber Bayern ist eben Bayern, für uns hat es nicht mehr gereicht – und jetzt sind wir raus. Jetzt müssen wir in der Winterpause genau anschauen, wo wir uns verbessern können, und das dann umsetzen. Denn wir haben viel Qualität, aber wir müssen es besser machen.

Woran muss denn besonders gearbeitet werden?

Sokratis: In allen Bereichen. Wenn wir mit dem neuen Trainer hart arbeiten, glaube ich, dass wir besser in die Rückrunde kommen.

Wie sehr hat Pierre-Emerick Aubameyang gegen die Bayern gefehlt?

Sokratis: Auba ist ein sehr guter Spieler, er ist wichtig für uns. Aber auch Marco Reus, Mario Götze oder Gonzalo Castro. Auch Lukasz Piszczek. Es sind einfach zu viele Spieler verletzt. Aber im Januar kommen fast alle zurück, dann müssen wir gemeinsam hart arbeiten, um besser zu werden.

von Sebastian Weßling - aufgezeichnet in der Mixed Zone

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