Marbella. Gregor Kobel überzeugt beim BVB. Dies nützt wenig, wenn seine Mitspieler immer wieder ins Schlingern geraten. Was besser werden muss.

Das Torhütertraining sieht in Marbella beispielsweise so aus, dass Gregor Kobel erst seine Rückenmuskulatur nutzen muss, um auf einem großen Plastikball liegend nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Anschließend schießt BVB-Torhütertrainer Matthias Kleinsteiber einen Lederball, der pariert werden soll. Dann wird selbst der riesige Plastikball auf das Tor gedroschen, wieder muss Kobel sich strecken. Das alles fühlt sich schon beim Zuschauen anstrengend an.

Allerdings wirkt der 25-Jährige dafür, dass er regelmäßig derart harte Einheiten absolviert, im Vergleich zu anderen Torhüterkollegen graziler. Der Schweizer nutzt weniger seine Kraft, um Gegentore zu verhindern, sondern viel mehr seine langen Arme, die er ruckartig in die Luft schnellen lassen kann. Diese Athletik hat dazu geführt, dass viele in ihm den besten Einkauf von Borussia Dortmund in den vergangenen Jahren sehen und dass Kobel in einem eher durchwachsenen ersten halben Jahr einer der wenigen Lichtblicke war.