Genderneutrales Stadion

Beim DFB-Test gibt es erstmals Unisex-Toiletten im Stadion

Die VW-Arena soll am Mittwoch beim Länderspiel erstmals ein genderneutrales Stadion sein.

Die VW-Arena soll am Mittwoch beim Länderspiel erstmals ein genderneutrales Stadion sein.

Foto: Darius Simka / regios24

Wolfsburg  Die deutsche Fußballnationalmannschaft tritt in Wolfsburg gegen Serbien an. Es soll ein Zeichen für Gleichberechtigung gesetzt werden.

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Schon auf dem Werbeplakat des neuen Sponsors Volkswagen mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft weht eine Regenbogenfahne, wenn auch nur im Hintergrund. Doch der DFB möchte die Gleichberechtigung tatsächlich vorantreiben. Deswegen wird das Testspiel der Nationalelf am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) gegen Serbien in Wolfsburg erstmals in einem genderneutralen Stadion stattfinden.

Die Maßnahmen: Im Wolfsburger Stadion wird es Unisex-Toiletten geben. Vor den Toiletten sollen Ordner, die speziell geschult wurden, für Fragen der Besucher zur Verfügung stehen. Außerdem können sich Stadionbesucher selbst aussuchen, ob sie vor dem Stadion von einer Frau oder einem Mann kontrolliert werden wollen. Normalerweise werden Männer von männlichen Ordner durchsucht und Frauen von weiblichen.

Hintergrund der Aktion ist die offizielle Einführung des dritten Geschlechts. Seit dem 1. Januar gibt es in Deutschland neben männlich und weiblich auch „divers“ als Geschlecht. Im Januar hatte der DFB daher den Workshop „Queere Fans im Stadion“ durchgeführt. Dann wurden die Maßnahmen mit der Arbeitsgruppe Fankulturen geplant.

Der VfL Wolfsburg, der normalerweise in dem Stadion über den Rasen rennt, gab schon vor dem DFB-Spiel ein Statement für Vielfalt ab. Der VfL feiert die „Vielfaltswochen“ mit einem Sondertrikot als Zeichen gegen Ausgrenzung. „#Vielfalt“ stand auf einem Regenbogen auf der Trikotbrust der Profis. Die Wolfsburger gewannen in diesen Trikots mit 5:2 gegen Fortuna Düsseldorf.

DFB-Test noch nicht ausverkauft

Auch die deutsche Nationalmannschaft möchte gegen Serbien möglichst begeistern. Die Partie ist allerdings noch nicht ausverkauft. Bislang seien erst 24.000 Tickets verkauft, heißt es. 26.000 Zuschauer passen in das Stadion. Eigentlich hat sich der DFB damit schon ganz bewusst eine kleine Wettkampfstätte ausgesucht, denn der Zuschauerzuspruch war zuletzt meistens enttäuschend. (las)

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