Fußball

Auch Watzke und Peters befürworten kürzere Transferperiode

Sind sich einig: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Schalkes Finanzvorstand Peter Peters (r.).

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Sind sich einig: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Schalkes Finanzvorstand Peter Peters (r.). Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Essen.  Die Premier League schließt ab Sommer 2018 schon vor dem ersten Spieltag das Transferfenster für Spielerkäufe. Wir haben Stimmen dazu gesammelt.

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Ausgerechnet die Premier League, die reichste und umsatzstärkste Fußball-Liga der Welt, hat den Vorstoß gewagt, um das Transfergeschäft mit wahnwitzigen Ablösesummen etwas zu regulieren. Im Sommer 2018 endet für die 20 englischen Topklubs die Transferperiode bereits am Donnerstag (17 Uhr Ortszeit) vor dem ersten Spieltag. Zumindest für Spielerverpflichtungen. Spielerverkäufe in Ligen jenseits der Premier League sind, sofern dort das Transferfenster dann noch geöffnet ist, weiterhin bis 31. August möglich.

Bereits Ende Juli hatte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin in einem ARD-Interview gesagt, man würde daran arbeiten, das Transferfenster im Sommer früher schließen zu lassen. Zustimmung dazu gibt es aus dem Bereich der Bundesliga und des Deutschen Fußball-Bundes.

Verschiedene Start-Wochenenden

„Ich halte den Beschluss für richtig. Wir müssten allerdings eine einheitliche Regelung für alle großen Ligen in Europa finden“, betont beispielsweise Schalkes Finanzvorstand Peter Peters. Mit Blick auf die Top-5-Ligen sieht es so aus: Bisher starten die Franzosen meist schon Ende Juli, die Engländer in der zweiten, Deutschland, Spanien und Italien in der dritten August-Woche oder sogar später.

Auch Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke befürwortet den Vorstoß der Premier League: „Ich gehe davon aus, dass das auch in Deutschland mehrheitsfähig wäre. Und selbst wenn dann die Spanier, Italiener und Franzosen nicht mitmachen, ist es ein ganz anderes Thema, weil man bei einem abwanderungswilligen Spieler, der über die deutsche Frist hinaus nach Spanien will, klipp und klar sagen kann: Pass mal auf, mein Freund, wir können dich jetzt nicht mehr ersetzen, also bleibst du hier! Die Argumentation wird dadurch wesentlich gestärkt. Ich glaube, dass sich die Lage schon mal deutlich beruhigen würde, wenn diese zwei großen Ligen das umsetzen.“

Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl ist bereits seit langem für eine kürzere Transferperiode: „Die bisherige Regelung ist nicht nur eine Wettbewerbsverzerrung, sondern auch Betrug am Fan, der sich Ende Juli das Trikot eines Spielers kauft, der vielleicht Ende August für einen anderen Klub spielt.“

Auch DFB-Manager Bierhoff ist dafür

Auch DFB-Manager Oliver Bierhoff lobte das englische Vorhaben: „Es gewährleistet, dass die Bedingungen beim Start der Saison für alle gleich sind. Optimal wäre es, wenn die Regelung für alle europäischen Ligen gelten würde.“ Mit dem Vorhaben der Premier League dürfte die Diskussion in der Bundesliga wieder Fahrt aufnehmen.

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