3. Liga

Bericht: Gerichtsvollzieher zu Effenberg-Klub KFC Uerdingen

KFC-Manager Stefan Effenberg (l.) mit dem Krefelder Vereinsvorsitzenden Mikhail Ponomarev.

KFC-Manager Stefan Effenberg (l.) mit dem Krefelder Vereinsvorsitzenden Mikhail Ponomarev.

Foto: firo

Krefeld.  Beim Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen kehrt keine Ruhe ein. Die Krefelder könnten in den nächsten Tagen unangenehmen Besuch erhalten.

Eigentlich sollte es beim Drittligisten KFC Uerdingen um das nächste Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Sonnenhof Großaspach gehen. Denn nach den zuletzt schwachen Ergebnissen droht dem KFC wieder die Abstiegszone, sollte auch das Heimspiel gegen den Vorletzten, der zuletzt ein 0:6 gegen Würzburg kassierte, nicht gewonnen werden.

Aber andere Themen stehen in diesen Tagen beim Klub von Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg im Vordergrund. Denn es gibt wieder Ärger in Krefeld. Zum einen, weil die Trainingsbedingungen weiterhin eine Katastrophe sind, der Klub musste bereits zum dritten Mal umziehen, um überhaupt trainieren zu können.

Amtsgericht entspricht Antrag auf Zwangsvollstreckung

Und am Freitag berichtete die "Bild", dass dem Verein nun der Besuch eines Gerichtsvollziehers droht. Denn Provisionen und Gehälter sollen trotz rechtskräftiger Gerichtsurteile nicht gezahlt worden sein. Wie die Zeitung weiter schreibt, sei einem Antrag auf Zwangsvollstreckung beim Amtsgericht Krefeld am 30. Januar entsprochen worden. Auf Anfrage der Bild erklärte der KFC auf Anfrage. "Der von Ihnen genannte Vorgang befindet sich aktuell beim KFC Uerdingen 05 e.V. in der finalen Bearbeitung.“

Oliver Fischer, der den ehemaligen KFC-Trainer Michael Wiesinger im Jahr 2017 zu den Krefeldern vermittelte, warte nach wie vor auf sein Geld. „Nachdem viele gütliche und wohlgemeinte Versuche mit dem KFC auf unsägliche Weise scheiterten, blieb nur der Gerichtsweg. Doch selbst ein Gerichtsurteil bleibt bei den Machern des KFC unbeachtet – und das geht ja nicht nur mir so", sagte er der Bild.

KFC Uerdingen schuldet Ex-Trainer Wiesinger sechsstelliges Gehalt

Wiesinger, der trotz guter sportlicher Bilanz nach wenigen Monaten entlassen wurde, stehe noch eine Gehaltszahlung im sechstelligen Bereich zu. Dieses Geld könnte der Gerichtsvollzieher nun eintreiben. „Ein Geschäftsgebaren wie dieses hat im deutschen Profifußball nichts zu suchen und es bleibt zu hoffen, dass dem Treiben hier sehr bald ein Ende gesetzt wird", betont sein Berater Oliver Fischer.

Die fehlende Zahlungsmoral des ehemaligen Bundesligisten um seinen Präsidenten Mikhail Ponomarev hatte dem Verein schon mehrfach Probleme eingehandelt. In der vergangenen Saison Rechnungen für den Spielbetrieb in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena erst mit großer Verspätung gezahlt. Das führte fast zu einem Rauswurf. In dieser Saison trägt der KFC Uerdingen seine Heimspiele aufgrund geplanter Umbauarbeiten in der Krefelder Grotenburg in der Merkur Spielarena in Düsseldorf, der Heimspielstätte des Bundesligisten Fortuna Düsseldorf, aus.

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