Bundesliga

Vom Spektakel ist beim SC Paderborn nicht viel geblieben

Immer noch sieglos mit dem SC Paderborn: Trainer Steffen Baumgart.

Immer noch sieglos mit dem SC Paderborn: Trainer Steffen Baumgart.

Foto: dpa

Paderborn.  Aufsteiger SC Paderborn ist in der Bundesliga sieglos und Letzter. Der SC stellt nun fest: Tore in der Bundesliga zu erzielen, ist schwer(er).

Nach acht Spieltagen steht erst ein Punkt auf dem Konto. Mit 22 Gegentoren ist die Defensive die schlechteste der Liga. Und jetzt gibt es auch noch ausgerechnet in der Offensive Probleme, in dem Bereich also, der bisher als der beste galt. Die 0:3-Niederlage beim Mitaufsteiger 1. FC Köln hat den SC Paderborn hart getroffen. Der Tabellenletzte zieht nach dem ersten Quartal der Saison eine nüchterne Zwischenbilanz seines erst zweiten Bundesliga-Abenteuers.

Beim ersten Gastspiel vor fünf Jahren ging es für das Team des damaligen Trainers André Breitenreiter als Schlusslicht direkt wieder runter. Ein Szenario, das dem aktuellen Trainer Steffen Baumgart auch droht, sollte seine Mannschaft es nicht schaffen, wieder an den mutigen Spielstil nach vorne anzuknüpfen, den sie zu Saisonbeginn zeigte und mit dem sie sich mit 76 Toren in die Bundesliga geschossen hatte. „Wir müssen unseren Weg weitergehen. Die Jungs wollen, das ist das Wichtigste“, sagte Baumgart nach der klaren Niederlage in Köln.

Bezeichnend, dass in Köln die erste Chance durch einen Freistoß von Kai Pröger in Minute 20 aus knapp 30 Metern entstand – aus dem Spiel heraus funktioniert momentan wenig bis gar nichts. „Wir treffen in der Bundesliga auf Gegner mit hoher Qualität“, sagte Torwart Leopold Zingerle und versuchte damit, die Niederlage in Köln einzuordnen. „Hoffnung macht das nächste Spiel. Wir haben keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.“ Allerdings: Auch Köln hatte in der letzten Saison noch zweitklassig gespielt. Und beide Spiele gegen Paderborn verloren – mit insgesamt acht Toren.

Am Samstag gegen Düsseldorf

Von einer solchen Torausbeute ist Paderborn aktuell weit entfernt. Gegen Düsseldorf am Samstag (15.30 Uhr/Sky) muss also etwas passieren. Mit Philipp Klement und Bernard Tekpetey sind die Top-Goalgetter im Sommer von Bord gegangen. Baumgart will weiter auf freche Offensive setzen. Doch Mut allein wird nicht reichen, wenn die Reife für die Bundesliga fehlt.

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