Bundesliga

1. FC Köln gewinnt Kellerduell - Paderborn weiter sieglos

Terodde-Jubel über das 1:0 gegen Paderborn.

Terodde-Jubel über das 1:0 gegen Paderborn.

Foto: firo

Köln.  Der 1. FC Köln hat das Kellerduell der Fußball-Bundesliga gegen Paderborn für sich entschieden. Mit 3:0 (1:0) gewinnt das Beierlorzer-Team.

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Der 1. FC Köln kann vorerst durchatmen. Die Rheinländer entschieden mit einem 3:0-Sieg vor ausverkauftem Haus das Aufsteigerduell gegen den SC Paderborn für sich. Neben den drei Punkten, die ersten überhaupt vor heimischer Kulisse in dieser Saison, wird besonders eine Lehre aus dem Spiel für die Kölner von hohem Wert sein: Sie können noch Bundesliga.

Das Spiel gegen Paderborn konnte kaum richtungweisender sein. Wenn sie es nicht geschafft hätten, gegen den sieglosen Tabellenletzten aus Paderborn zu gewinnen, gegen wen hätten sie es dann noch schaffen sollen? So dachten viele in der Domstadt. Das Spiel drehte sich schon in diesem Stadium der Saison um die essenzielle Frage: Welcher Aufsteiger könnte eine längerfristige Daseins-Berechtigung in der Bundesliga haben?

Das System von Kölns Trainer Beierlorzer greift

Die Antwort lieferte der FC vor ausverkauftem Haus eindrucksvoll. Deshalb zeigte sich auch Armin Veh nach Spielende zutiefst erleichtert: „Der Sieg war unheimlich wichtig“, kommentierte der Sport-Geschäftsführer. Wichtig für das Punktekonto, wichtig aber auch für das Selbstwertgefühl. Es festigt sich in Köln die Erkenntnis, dass Umstellung von Trainer Achim Beierlorzer auf ein System mit einer Spitze greift. Er hatte die Startelf ins Rennen geschickt, die im Spiel zuvor ein 1:1 bei Schalke 04 erreicht hatte. Anstelle eines zweiten Stürmers neben Simon Terodde, der den FC schon in der achten Minute in Führung schoss, lief wieder Louis Schaub für die Kölner auf – und der machte einen tollen Job. Der Österreicher war permanent unterwegs und belebte mit kreativen Ideen und gefährlichen Flanken die Kölner Offensive – und er trug sich mit dem 2:0 (59.) auch noch selbst in die Torschützenliste ein.

Nicht weniger bedeutend ist auch die Einsicht, dass eine langfristige Lösung für die linke Seite gefunden ist: Das 18-jährige Eigengewächs Noah Katterbach überzeugte auch gegen Paderborn mit Schnelligkeit und Offensivdrang. Zudem ermöglicht die Besetzung mit Katterbach in der Viererkette die Sechser-Position von Nationalspieler Jonas Hector, der zusammen mit Ellyes Shkiri die Bälle gut verteilte.

Stark bei Standards

Achim Beierlorzer wird es zudem freuen, dass auch endlich die Offensivabteilung wieder liefert. Nachdem Köln vor dem Spiel noch den schlechtesten Angriff der Liga gestellt hatte, scheint der Knoten bei einigen Spielern nun geplatzt zu sein. Kingsley Schindler zeigte auch ohne Torerfolg mit vielen guten Aktionen und gefährlichen Abschlüssen, dass es richtig war, auf ihn zu setzen. Jhon Cordoba, der den 1:0-Torschützen Simon Terodde in der 75. Minute ersetzte, scheiterte in der Schlussphase nur am Pfosten.

Dass auch Verteidiger Sebastian Bornauw nach einem Eckstoß in der 85. Minute mit einem kräftigen Kopfball zum Torschützen wurde, unterstrich zudem, dass Köln bei Standards gefährlich ist – auch das 1:0 war nach einer Ecke gefallen, wie schon das 1:1 auf Schalke.

Ganz wichtig aber auch: Zum ersten Mal stand hinten die Null nach 90 Minuten. „Das freut mich sehr – für die Fans, aber auch für die Verteidiger“, sagte Torwart Timo Horn. Der Sieg, glaubt er, werde dem Team „Rückenwind für den nächsten Gegner“ geben. Der heißt Mainz 05 und empfängt die Kölner am Freitag.

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