Videobeweis

Kurioser Elfmeterpfiff entfacht neue Debatte um Videobeweis

Aufregung beim Kellerduell in Mainz: Schiedsrichter Guido Winkmann diskutiert mit Freiburgs Julian Schuster.

Aufregung beim Kellerduell in Mainz: Schiedsrichter Guido Winkmann diskutiert mit Freiburgs Julian Schuster.

Foto: Getty Images

Mainz.  Der Videobeweis beim Kellerduell in Mainz sorgt für Frust beim SC Freiburg. Schiedsrichter-Chef Fröhlich kritisiert den Ablauf der Entscheidung.

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Nach dem 2:0 (1:0)-Sieg des FSV Mainz 05 im Kellerduell gegen den SC Freiburg drehte sich fast alles um den umstrittenen Videobeweis. Der in der Halbzeitpause verhängte Handelfmeter für die Mainzer sorgte nicht nur für ein Novum in der Bundesliga-Historie, sondern auch für Frust bei den Freiburgern. "Das kann man am letzten Spieltag machen, wenn es nur noch um die Goldene Ananas geht. Da können sie den Videobeweis ausprobieren. Aber bei solch einem Spiel - unglaublich, dass man da so eine Entscheidung trifft", schimpfte SC-Abwehrspieler Manuel Gulde.

Freiburger bei Elfmeterpfiff bereits in der Kabine

Als Schiedsrichter Guido Winkmann nach einem Hinweis von Video-Assistentin Bibiana Steinhaus die TV-Bilder begutachtete, stand kein einziger Spieler mehr auf dem Rasen. Die Mainzer hatten sich an der Seitenlinie versammelt, die Freiburger waren bereits in der Kabine verschwunden - wie auch FSV-Trainer Sandro Schwarz. "Ich habe schon Video-Sequenzen ausgesucht, die ich den Jungs in der Pause zeigen wollte", berichtete Schwarz. "Plötzlich kam unser Mannschaftsarzt und sagte: Trainer, es gibt Elfmeter. Da bin ich wieder raus."

Auch für Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich war der Ablauf der Videobeweisentscheidung zum zwischenzeitlichen gegen den SC Freiburg höchst unglücklich. "Das sind Szenen, die am Ende keiner will", sagte er bei Eurosport: "Das ist nicht schön und keine Werbung für den Ablauf." Dennoch sei die Entscheidung "nicht anders möglich" gewesen.

Streich: "Sollen sie machen, was sie wollen"

"Ich lasse diese Dinge jetzt über mich ergehen und über die Mannschaft, thematisiere das nicht und versuche, das zu beeinflussen, was wir beeinflussen können", sagte SC-Trainer Christian Streich: "Sollen sie machen, was sie machen wollen. Deshalb heißt es Schiedsrichter. Die entscheiden das, und wir haben das zu akzeptieren." (dpa/sid)

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