Radsport

Emanuel Buchmann: Eine deutsche Hoffnung für die Tour

Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe.

Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe.

Foto: Ion Alcoba Beitia / dpa

Essen.  Seit 10 Jahren ist kein deutscher Radprofi mehr in die Top 10 bei der Tour gefahren. Emanuel Buchmann hat nun die Chance. Konstanz ist nötig.

2019 kann ruhig noch mal wie 2017 werden. Nur besser. Dann würde Emanuel Buchmann definitiv Schlagzeilen schreiben. Dabei ist der 26-Jährige niemand, der gern im Mittelpunkt steht oder in der Öffentlichkeit große Töne spuckt. Wohl aber jemand, der mit seinem Rennrad das Hochgebirge erklimmt. So schnell wie kein anderer Deutscher. Und so gut wie nur wenige andere auf der Welt. Der Ravensburger hat gute Karten, in diesem Jahr als erster Deutscher seit Andreas Klöden 2009 unter die Top 10 der Tour de France zu fahren, die am 6. Juli in Brüssel startet.

Die Generalprobe ist geglückt

Buchmann gehört zur neuen Radsport-Generation beim deutschen Team Bora-hansgrohe. Bei der anspruchsvollen Dauphiné-Rundfahrt, der Generalprobe zur Tour, landete Buchmann auf Platz drei. 2017 wurde er da schon Siebter, bei der anschließenden Frankreich-Rundfahrt 15. „Mein Formaufbau war damals voll auf die Dauphiné ausgerichtet“, sagt Buchmann dieser Zeitung. Bei der Tour de France war er nur als Helfer von Kapitän Rafal Majka eingeplant, der dann aussteigen musste.

Das ist diesmal anders. Buchmann ist von Anfang an Anführer. „Daher bin ich optimistisch, dass meine Form bei der Tour noch besser ist als damals.“ Das Ziel: Die ersten zehn. Vielleicht geht auch noch mehr, da eine Reihe von Favoriten absagen musste. Doch erst mal langsam. „Wichtig wird sein, diese drei Wochen konstant zu fahren. Ein kleiner Fehler bei der Ernährung oder Regeneration kann schon zu einem Leistungsabfall in der dritten Woche führen“, sagt Buchmann. So etwas passierte ihm im Vorjahr bei der Vuelta. Da wurde er Zwölfter. Nun ist er bereit für den nächsten Schritt.

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