Eishockey

Vor dem Tor fehlt den Roosters die Präzision

Nicht nur Daniel Weiß hatte einen schweren Stand gegen die Düsseldorfer Verteidigung.

Nicht nur Daniel Weiß hatte einen schweren Stand gegen die Düsseldorfer Verteidigung.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Auch gegen die Düsseldorfer EG reichte es für die Roosters nicht zum Sieg nach 60 Minuten. Die DEG nutzt ihr Powerplay in der Verlängerung.

Die Iserlohn Roosters warten weiter auf den ersten Drei-Punkte-Sieg der Saison. Nach einem 0:2-Rückstand zeigten sie Moral und glichen durch zwei Powerplaytreffer gegen die DEG aus. Doch zu mehr sollte es nicht reichen, da einerseits die Schwächen in der Offensive Bestand hatten und sich der IEC andererseits mit einer überflüssigen Strafe in der Overtime selbst schwächte.


Iserlohn Roosters - Düsseldorfer EG 2:3 (0:1, 0:1, 2:0) n.V. Gegenüber dem Freitagspiel in Bremerhaven kehrten Alex Petan und Jens Baxmann zurück in den Kader. Baxmann rückte in der Defensive neben Dieter Orendorz, Tobias Fleischer rotierte in die vierte Reihe. Von Beginn an entwickelte sich das Westderby zu einer flotten Nachmittagspartie am Seilersee. Auf beiden Seiten ging es rauf und runter. Torchancen blieben dabei zunächst Mangelware. Auch in Überzahl passierte wenig. Die Roosters agierten beim ersten Powerplay (5.) nervös und leisteten sich viele technische Fehler. Ryan O’Connors Schuss von der blauen Linie (9.) war die erste gefährliche Aktion vor dem DEG-Gehäuse.

In der zweiten Überzahl (10.) lief es schon besser, aber es fehlte bei den Schüssen an Präzision. Immerhin war Torhüter Anthony Peters erneut eine Konstante. In Unterzahl reagierte er gegen Ken Olimb blitzschnell (13.), der Schlagschuss von Nick Jensen (15.) von der blauen Linie war ebenfalls seine sichere Beute. Als sich die Roosters endlich vom Druck der DEG befreiten, gab es endlich auch mal Chancen durch Jake Weidner und Brody Sutter (17.). Aber es fehlte weiter die Präzision im Abschluss. Über die verfügte Düsseldorf. Nachdem Jensen die Scheibe in der Roosters-Zone hielt, passte Jerome Flaake auf den zentral freistehenden Rihards Burkarts – 0:1. Die Führung der DEG ging in Ordnung, weil es auf Iserlohner Seite einfach an zwingenden Chancen fehlte. „Wir versuchen zu schießen und Torchancen zu kreieren. Wir müssen im zweiten Drittel mehr Schüsse abgeben”, benannte O’Connor in der Drittelpause das Manko seines Teams.

Das versuchte Alex Petan gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts abzustellen, er scheiterte aber im Abschluss am jungen Hendrik Hane im DEG-Kasten. Es sollte für die kommenden 13 Minuten die einzige Möglichkeit der Roosters bleiben. Grund dafür war einerseits die fast fünfminütige Unterzahlphase, darunter 110 Sekunden mit zwei Mann weniger, andererseits aber auch die fehlende offensive Durchschlagskraft. Man lief, man arbeitete, aber es gab kein Durchkommen. Derweil nutzten die Gäste das zweifache Powerplay zum Ausbau der Führung. Chat Nehring hatte keine Mühe um zum 0:2 einzuschieben. Erst zum Schluss der zweiten 20 Minuten fand der IEC wieder ins Spiel. Bobby Raymond versuchte sich in zwei Schlagschüssen von der blauen Linie. Als dann 90 Sekunden vor dem Ende gleich zwei Düsseldorfer raus mussten, war das die Chance zum Anschluss. Doch die Roosters ließen zuviel die Beine arbeiten und zu wenig die Scheibe laufen. Aber im Schlussdrittel blieben ja noch 30 Sekunden in zweifacher Überzahl. Hier spielte der IEC endlich mal einfacher und hatte gleich Erfolg. Brody Sutter netzte nach schöner Petan-Vorlage ins freie Tor ein.

Nach dem Ausgleich zum 2:2 brodelt die „Eishölle“

Das sorgte auf dem Eis und den Rängen für eine fühlbare Befreiung. Die neuen Kräfte waren auch der Antrieb im nächsten Powerplay. Chris Rumble verzog zunächst, aber die Scheibe blieb heiß. Mike Halmo war zur Stelle und markierte den umjubelten und absolut verdienten Ausgleich. Im Westderby brodelte nun die „Eishölle”.

Iserlohn ackerte weiter, aber zum ersten Drei-Punkte-Sieg reichte es nicht, da auch die DEG nun wieder anzog. Anthony Peters ließ aber nichts mehr zu. Keine gute Figur gab Brett Findlay beim Anspiel zur Verlängerung ab. Er kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe wegen zu hohem Stocks, so dass die Roosters in der Overtime in Unterzahl agierten – was sich rächte. Mit einem mächtigen Schlagschuss sicherte Reid Gardiner den Gästen den Extrapunkt. Roosters-Coach Jason O’Leary war sichtlich angesäuert nach der Partie. Zwei Tore waren mal wieder zu wenig für den ersten Drei-Punkte-Sieg.

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