Eishockey

Test gegen die DEG: Debüt für neuformierte Roosters

Jason O’Leary legt großen Wert auf den Austausch mit seinen Spielern, wie hier mit Jens Baxmann während des öffentlichen Trainigs vor zwei Wochen.

Jason O’Leary legt großen Wert auf den Austausch mit seinen Spielern, wie hier mit Jens Baxmann während des öffentlichen Trainigs vor zwei Wochen.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Am Freitagabend bestreiten die Iserlohn Roosters gegen die Düsseldorfer EG das erste von vier Testspielen. Um 19.30 Uhr geht es los.

Nervös sei er nicht, beteuert Jason O’Leary. Eine gewisse Aufregung verspüre er schon eher. Für den Kanadier steht am Freitag um 19.30 Uhr das erste Spiel als Trainer der Iserlohn Roosters an – und das ist gleich ein Derby gegen die Düsseldorfer EG. Vor dem Klub aus der Landeshauptstadt hat O’Leary durchaus Respekt.

Das Team ist eingespielt, es wird zudem von Harold Kreis gecoacht. Ihn kennt und schätzt O’Leary nicht erst seit seiner Zeit in der Schweiz. „Vor allem ist es für Düsseldorf der dritte Test, für uns ist es der erste. Aber auch unsere Spieler sind bereit, an ein paar Sachen müssen wir natürlich noch arbeiten.“ Das Resultat ist zweitrangig. Die DEG nahm am vergangenen Wochenende am Bodensee-Cup in der Schweiz teil und wurde nach einem Sieg über den Schweizer Zweitligisten Thurgau (4:3 n.P.) sowie einer 1:2-Niederlage gegen Schwenningen Zweiter.

O’Leary und Midgley stellen Teamgedanken an erste Stelle

Zur kleinen Pressekonferenz am Donnerstag im Medienraum der Eissporthalle erschien O’Leary in Begleitung von Jim Migdley. Das Trainerduo trat als Team auf, und das fordern die beiden auch vehement von ihren Spielern, die ihnen bis auf den verletzten Daine Todd heute ausnahmslos zur Verfügung stehen. „Wir wollen sehen, dass die Jungs füreinander kämpfen. Dazu muss die Chemie zwischen ihnen stimmen“, betont O’Leary. Midgley führte diesen Gedanken weiter aus, er sieht im Teamwork den Schlüssel zum Erfolg. Dazu bedarf es natürlich auch einer Hierarchie. Gewöhnlich muss einer vorangehen und Verantwortung übernehmen, die jungen Spieler benötigen hin und wieder eine Führungspersönlichkeit an ihrer Seite.

Nachdem die Vorbereitung nun schon seit zwei Wochen läuft, wird die Vorahnung, die richtigen Spieler beisammen zu haben, allmählich zur Gewissheit. „Wir haben einige solcher Typen, die das können“, sagt Midgley. Diese Schlussfolgerung zieht er nicht nur aus den bisherigen Eindrücken auf dem Eis, sondern unter anderem auch aus den vielen Einzelgesprächen, die geführt wurden. O’Leary merkte an, dass er viele Spieler an Bord hat, die bereits bei ihren früheren Stationen das Kapitänsamt übernommen haben. Jetzt freut sich das Trainerteam auf neue Erkenntnisse: Wer reagiert wie in bestimmten Situationen, wie harmoniert die Mannschaft miteinander? Das sind Fragen, die nur durch Spiele geklärt werden können, und die Aufschluss darüber geben, wer die Roosters in drei Wochen als Kapitän ins DEL-Auftaktspiel gegen Krefeld führt. Die Spieler haben übrigens die Wahl.

Zumindest ist klar, dass Andreas Jenike heute Abend das Tor hüten wird, den Platz auf der Bank nimmt Jonas Neffin ein. Als zukünftige Reihenfolge dürfe das aber nicht verstanden werden. Jason O’Leary: „Bis jetzt haben wir noch keine Nummer eins, jeder wird seine Chance bekommen.“ Von Neffin zeigen sich die beiden ziemlich beeindruckt, auch was seine Einstellung und seinen Lebensstil betrifft.

Iserlohn: Jenike, Neffin - Raymond, Rumble, O’Connor, Orendorz, Buschmann, Baxmann, Schmitz, Samanski, Fleischer, Friedrich, Behrens, Halmo, Findlay, Weiß, Sutter, Weidner, Petan, Hoeffel, Dimitriev, Clarke, Lautenschlager.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben