VfL Bochum

Der VfL Bochum belohnt sich nicht für seine Arbeit

Das Mienenspiel des starken Robert Tesche verrät es: So richtig glauben konnten die Bochumer nicht, dass gerade das 0:1 gefallen war.

Das Mienenspiel des starken Robert Tesche verrät es: So richtig glauben konnten die Bochumer nicht, dass gerade das 0:1 gefallen war.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing

Bochum.  Die Moral, heißt es beim VfL Bochum nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Köln, sei ungebrochen. Nun hole man sich die ersten Punkte in Duisburg.

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Der VfL Bochum ist mit einer Heimniederlage in die neue Zweitliga-Saison gestartet. Die Bochumer unterlagen dem Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln mit 0:2, obwohl sie den ersten Durchgang deutlich dominiert hatten. „Dann holen wir uns die ersten drei Punkte eben in Duisburg“, sagte Jan Gyamerah, der trotz der Niederlage die Moral für ungebrochen hält.

VfL-Trainer Dutt gab Gyamerah den Vorzug

Robin Dutt hatte die letzten personellen Fragen am Samstag beantwortet. Der VfL-Trainer gab beim Saisondebüt rechts hinten Gyamerah vor Routinier Stefano Celozzi den Vorzug, zentral hinter Lukas Hinterseer spielte, für den einen oder anderen Beobachter überraschend, Milos Pantovic anstelle des verletzten Sebastian Maier. Genau diese Formation hatte Dutt bereits einen Tag zuvor im Training gewählt. Damit hatte sich der 53-Jährige auch für das bislang bevorzugte 4-2-3-1-System entschieden. Neben Baris Ekincier, Tom Baack und Görkem Saglam schaffte es auch Tom Weilandt nicht zum Saisonauftakt in den 18 Spieler umfassenden Kader.

Mit Gyamerah hatte Robin Dutt einen guten Griff getan, der 23-Jährige sollte gegen Guirassy seine Schnelligkeit ausspielen und aufgrund seiner Größe in der Luft dagegenhalten. Was weitgehend gelang. Gyamerah lieferte eine gute Partie ab. Auch Pantovic, als Flügelspieler nach Bochum gekommen, machte seine Sache zentral offensiv erstaunlich gut. Der 22-Jährige geht zwar noch etwas schnell zu Boden, ist aber leichtfüßig, beweglich und laufstark, wenngleich hin und wieder zu zögerlich im Abschluss. Was allerdings auch für andere VfL-Akteure gilt. Verständlicherweise verließen Pantovic, auf dieser Position nach Sebastian Maier und Thomas Eisfeld die dritte Option, nach einer Stunde die Kräfte.

Früher als gedacht kam Timo Perthel zu seinem Comeback. Weil sich Danilo Soares, elfmeterreif von Jorge Meré gefoult, verletzt hatte und in der Kabine bleiben musste, mischte Perthel nach dem Wiederanpfiff erstmals nach mehr als eineinhalbjähriger Verletzungspause wieder mit in einem Zweitliga-Spiel. Der 29-Jährige hätte sich sicher ein anderes Ergebnis bei seiner Rückkehr gewünscht, konnte jedoch zeigen, dass er eine gute Alternative zu Soares sein kann.

Riemann und Leitsch waren an beiden VfL-Gegentoren beteiligt

Gespannt sein darf man darauf, wie die Verantwortlichen mit den Fehlern von Manuel Riemann und Maxim Leitsch umgehen werden. Riemann ist der Routinier, der dem Talent Leitsch eigentlich Hilfestellung leisten müsste. Gegen Köln war das Duo an beiden Gegentoren beteiligt.

Die zweite Frage handelt von der fehlenden Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Wer weiterhin so verschwenderisch mit seinen Tormöglichkeiten umgeht, der wird im oberen Tabellentableau nicht zu finden sein. Die komplette Mannschaft ist gefordert, in dieser Angelegenheit zuzulegen.

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