Bundesliga

Bayern-Neuzugang Sadio Mané: Wohltäter für die Heimat

Bayern-Neuzugang Sadio Mané.

Bayern-Neuzugang Sadio Mané.

Foto: dpa

Essen.  Sadio Mané unterstützt seinen Geburtsort im Senegal mit enormen Investitionen. Seine Heimat hat der Angreifer nicht vergessen.

Das Bild ist wenige Tage alt. Es zeigt Sadio Mané auf einer Fläche mit sehr viel Braun und ein paar grünen Einsprengseln. „Zurück zum Ursprung mit einem Galaspiel auf dem Platz von Bambali, wo alles begann“, hat der neue Stürmer des FC Bayern dazu geschrieben. Mané hat nicht vergessen, woher er kommt, das zeigt nicht nur dieses Benefizspiel, zu dem er auch die senegalesischen Altstars El Hadji Diouf und Papiss Cisse mitgebracht hatte.

Mané investiert viel Geld in das Dorf

Bambali, ein 2000-Einwohner-Dorf im Südwesten Senegals, liegt in einem bitterarmen Landstrich. Normalerweise reifen hier keine Fußballstars heran. Aber Mané, hier als Teil einer 18-köpfigen Großfamilie geboren, hat sich durchgebissen, wurde mit 15 entdeckt, wechselte später nach Europa – hat die Heimat aber nicht vergessen. Der 30-Jährige ist einer der wichtigsten Investoren in die Infrastruktur Bambalis: Für 600.000 Euro ließ er ein Krankenhaus errichten, für 300.000 Euro eine Schule, zuletzt eine Tankstelle. Die besten Schüler unterstützte er mit knapp 400 Euro und einem Laptop, über Jahre bekam jede Familie 70 Euro im Monat.

Warum das alles? „Wofür will ich zehn Ferraris, 20 Uhren mit Diamanten und zwei Flugzeuge? Inwiefern würde das der Welt weiterhelfen?“, fragte Mané einst bei TeleDakar. Und lieferte die Antwort gleich selbst: „Ich habe gehungert. Ich habe in den Feldern gearbeitet, ich habe barfuß gespielt, ich bin nicht in die Schule gegangen.“ Nun sei er stolz, in der Lage zu sein, zu helfen.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben