London. Die Fußballerinnen erhoffen sich von der Popularität des Nationalteams neue Impulse für den Alltag. Der DFB hat einige Pläne.

Siegfried Dietrich hat inzwischen mehr als sein halbes Leben daran gewerkelt, dem Frauenfußball zu mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verhelfen, und in den 90er-Jahren hat es bei seinem Pionierverein 1. FFC Frankfurt auch wahre Quantensprünge von einem bescheidenen Ausgangsniveau gegeben. Doch auch der 65-Jährige muss sich im Rückblick eingestehen, dass es im vergangenen Jahrzehnt entweder nur noch in Tippelschritten vorwärts ging – oder sogar Rückschritte zu verzeichnen waren. Vom Hype um die Heim-WM 2011 ist beispielsweise kein nachhaltiger Effekt geblieben; manche Vision zerplatzte wie ein zu kräftig aufgeblasener Luftballon.