Peking. Der deutsche IOC-Präsident zieht Olympia-Bilanz. Für den Gastgeber China gibt es viel Lob, für das Umfeld von Kamila Walijewa Kritik.

Ein bisschen war es so, als hätte eine Politpersönlichkeit zum Staatsbesuch ein Flugzeug bestiegen. Abgang nach links für Thomas Bach: Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees setzte seine Brille auf, die eben noch vor ihm auf dem Pult im großen Pressekonferenzsaal des Medienzentrums gelegen hatte. Der 68-Jährige drehte sich noch einmal zur Seite, winkte den herangeeilten Fotografen für eine Nahaufnahme in die Kamera. Einen zufriedenen Eindruck vermitteln, das galt es im Endspurt der Winterspiele. Natürlich hatte Bach zuvor Worte gefunden, wie groß, wie schön, wie erfolgreich der China-Ausflug des olympischen Raumschiffs, das erst am Sonntag nach der Abschlussfeier wieder abheben wird, schon jetzt war. Dass der Abend vor seiner Bilanzrede jedoch einer der traurigsten in der jüngeren Olympiageschichte war, konnte auch er nicht verhehlen.