Abu Dhabi. Nach dem WM-Triumph von Max Verstappen legt Mercedes Einspruch ein. Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko reagiert mit scharfer Kritik.

Ein Finale, das alles hatte, was den Motorsport ausmacht. Was im Milliardenspiel Formel 1 auch bedeutet: hinterher gibt es eine Menge Ärger. Entschieden wird der vielleicht spannendste und zugleich kurioseste Ausgang einer Weltmeisterschaft erst viereinhalb Stunden, nachdem Max Verstappen als Erster und als erster Champion aus den Niederlanden die Ziellinie beim Großen Preis der Vereinigten Arabischen Emirate überquert hat. Ein roter Teppich liegt vor den verspiegelten Schiebetüren, dem Eingang zur Rennleitung in Abu Dhabi. Dort residiert der Mann, der den Showdown entschieden hat, Oberschiedsrichter Michael Masi. Und im Rennkommissariat protestiert Mercedes mit anwaltlicher Unterstützung gegen die beiden Entscheidungen kurz vor Schluss, die auf Rennkilometer 6405 von 6409 in dieser Saison Verstappen wie durch ein Wunder den Triumph bringen und den wie einen sicheren Sieger aussehenden Lewis Hamilton den achten Titel und damit den alleinigen WM-Rekord kosten. Es bleibt Sprachlosigkeit: erst nach dem famosen sportlichen Drama, dann ob der juristischen Dramatisierung.