München. 1972 feierte Deutschland seine Hockey-Helden. Der Erfolg wurde jedoch von einem Geiseldrama überschattet. Zwei ehemalige Spieler erinnern sich.

Mit ihrem Olympiasieg gegen Weltmeister Pakistan schrieb die deutsche Hockey-Nationalmannschaft am 10. September 1972 Sportgeschichte. Ein Erfolg, der fünf Tage zuvor von einem Attentat im Olympischen Dorf überschattet wurde. Das Geiseldrama erschütterte die Welt – und warf die Frage auf, ob die Spiele nach dem Tod von elf Israelis abgebrochen werden sollten.

Die beiden ehemaligen Nationalspieler Michael Krause und Werner Kaessmann erinnern sich im Gespräch mit Volontär Dennis Freikamp an die Turniervorbereitung im bayerischen Inzell, den Tag der Geiselnahme und das Finale gegen Pakistan. Und sie erklären, warum die Olympischen Spiele aus ihrer Sicht fortgesetzt werden mussten.