Spanien

Antoine Griezmann ist bereit für den FC Barcelona

Fußball-Profi Antoine Griezmann im Trikot von Atletico Madrid

Fußball-Profi Antoine Griezmann im Trikot von Atletico Madrid

Foto: Reuters

Barcelona.  Der Stürmerstar wird Atlético Madrid verlassen. Als wahrscheinliches Ziel gilt der spanische Meister, der noch weit mehr investiert.

Es kommt nicht selten vor, dass ein neuer Spieler mit einer Wunschnummer auf dem Trikot kommt. Frenkie de Jong gehört nicht in diese Kategorie. Der niederländische Zugang des FC Barcelona zeigte sich in Sachen Rückennummer verhandlungsbereit: „Die steht noch nicht fest“.

Griezmann: „Brauche neue Herausforderungen“

Dass es nicht die 7 werden dürfte, lässt sich allerdings erahnen. Die halten sie in Barcelona bereit für einen Spieler, der nun offiziell seine Verfügbarkeit erklärt hat. Antoine Griezmann teilte Vorgesetzten und Fans von Atlético Madrid am Dienstagabend mit, dass er den Klub nach fünf Jahren mit 133 Toren verlassen wird: „Es fällt mir schwer, aber ich brauche neue Herausforderungen.“ Und wo er noch vergangenen Sommer in einer bizarren TV-Dokumentation seinen Rückzug von Wechselabsichten nach Barcelona inszenierte, gilt die Fährte nach Katalonien jetzt wieder als die heißeste. Der Vertrag liege bereit zur Unterschrift, berichten diverse Medien.

Der französische Weltmeister und Dritte der letzten Wahl zu Europas Fußballer des Jahres ist damit Teil einer Transferoffensive, die eine Wiederholung von Champions-League-Desastern wie dem jüngsten 0:4 in Liverpool verhindern soll. Je einen Star pro Mannschaftsteil soll es geben. Mittelfeldspieler de Jong, 21, ist für 75 Millionen Euro längst verpflichtet, seinem Ajax-Kumpel und Abwehrchef Matthijs de Ligt, 19, werden ähnliche Präferenzen wie auch ein vergleichbares Preisschild nachgesagt.

Verkauft wird dafür Coutinho

Bei Angreifer Griezmann wiederum sinkt die festgelegte Ausstiegsklausel am 1. Juli von 200 auf 120 Millionen Euro. Kommt das Trio komplett, wird sich die Gesamtrechnung also auf rund 270 Millionen Euro belaufen. Stolze Investitionen für einen Klub, der außerdem in den nächsten Jahren für rund 600 Millionen Euro sein Vereinsgelände umzubauen gedenkt.

Der Kauf Griezmanns könnte indes durch den Verkauf von Philippe Coutinho mitfinanziert werden. Der Rekordeinkauf – 120 Millionen plus bisher 15 Millionen an Bonuszahlungen – gilt als gescheitert, die Fans murren schon lange. Das taten sie einst auch über eine mögliche Verpflichtung Griezmanns. Doch der Wind hat sich gedreht. Waren im April laut Umfragen noch 90 Prozent gegen seine Verpflichtung, sind es jetzt nur noch 55 Prozent.

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