Nintendo Switch

"Nintendo Labo ist nicht nur ein reines Spielzeug"

Das sind die Macher der Nintendo Labo

Foto: Nintendo

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Essen  Pappkameraden für Switch-Spieler: Nintendos kommendes Zubehör Labo soll mehr sein als eine neue Videospielmarke. Wir haben die Macher interviewt!

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"Bauen, Spielen, Entdecken" gibt der japanische Publisher Nintendo als Motto für seine neue Produktlinie aus. Denn mit Nintendo Labo versorgt das Unternehmen die Switch-Konsole mit mehr als nur einer neuen Videospielmarke. Mit Nintendo Labo sollen Kinder und Eltern gemeinsam kreativ werden und ihre Neugier wecken. Aber wie kommt man auf eine solche Idee? Wir haben dazu die Entwickler Kouichi Kawamoto, Tsubasa Sakaguchi und Yoshiyasu Ogasawara befragt.

Wie kommt man bloß auf die Idee, aus normalen Pappbögen eine Angel erstellen zu wollen, um noch mehr Spaß mit einer Konsole zu haben?

Mr. Kawamoto: In der Entwicklungsphase von Nintendo Labo haben wir zunächst Plastik verwendet und die Prototypen mit einem 3D-Drucker erstellt. Doch diese Methode ermöglicht es nicht, den Prozess des Bastelns, Anpassens und Testens wirklich zu erleben. Als wir dann Pappe ausprobierten, stellten wir fest, dass man die einzelnen Teile nicht nur selbst zusammenbauen, sondern auch nach eigenen Vorlieben variieren oder sogar etwas komplett Neues erschaffen kann. Und all das, während man lernt, wie die eigenen Kreationen funktionieren! Wir fanden, dass dies ein spannender Aspekt für das Endprodukt ist, und entschieden uns daher, mit Pappe zu arbeiten.

Warum wurde Pappe als Material ausgewählt? Ist die Befürchtung nicht groß, dass die Papierbögen beim Basteln und beim Spielen schnell kaputt gehen? Wie ausgiebig wurde das Material vorab getestet?

Mr. Ogasawara: Wir haben bei der Gestaltung der Toy-Con besonderen Wert auf Stabilität gelegt. Um diese sicherzustellen, führten wir Tests durch, in denen ein und derselbe Handgriff, ein und dieselbe Tätigkeit hundert bis tausendmal wiederholt wurde. Sollte ein Toy-Con dennoch kaputtgehen, ist es ganz einfach, dieses zu reparieren – oder daraus etwas komplett Neues zu erschaffen, da es ja aus Pappe ist. Und während dieses kreativen Prozesses lernt man, wie die Toy-Con funktionieren.

Das ist Nintendo Labo

Nintendo ist ziemlich bekannt dafür, gegen den Strom zu schwimmen: Warum habt ihr euch für das Basteln mit Pappe bei Nintendo Labo entschieden, anstatt, wie viele andere, in VR und AR zu entwickeln?

Mr. Sakaguchi: In der Entwicklungsphase haben wir viel mit den unterschiedlichsten Prototypen experimentiert - und als wir Pappe ausprobierten, stellten wir fest, dass dieses Material sehr wandelbar ist: Man kann die einzelnen Teile zusammenstecken, knicken und sogar etwas komplett Neues daraus erschaffen. Und dabei lernt man sogar, wie und warum diese Eigenkreation so funktioniert, wie sie funktioniert. Wir waren der Meinung, dass das Bauen ein sehr unterhaltsamer Teil des Endprodukts sein sollte und einigten uns darauf, Pappe zu verwenden.

„Entdecken“ ist der dritte Fokus der Nintendo Labo-Erfahrung. Mit Hilfe der Toy-Con-Werkstatt sollen eigene Toy-Con gebaut und Funktionen entwickelt werden können. Wieso wurde dieses Feature integriert und wo sind dabei die Grenzen für den Spieler, wenn er mit der Toy-Con-Werkstatt experimentiert?

Mr. Kawamoto: Während der Entwicklung von Nintendo Labo lag ein großer Fokus auf Entertainment und Spaß. Bauen, spielen und entdecken sind an sich schon sehr unterhaltsame Aktivitäten. Deshalb haben wir Nintendo Labo so gestaltet, dass die Nutzer all diese Faktoren zusammen erleben können. Im Spielmodus Toy-Con-Werkstatt kann man nicht nur Neues entdecken, sondern eben auch bauen und spielen. Natürlich gibt es dabei auch Einschränkungen, doch der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Ich bin jedenfalls sehr gespannt, welche einfallsreichen Kreationen Spieler entwickeln werden.

Würdet ihr in Zukunft das Nintendo Labo auch für Erwachsene ausbauen? Die Minispiele derzeit sind toll für Kinder, aber haben wenig Tiefe. Habt ihr da weitere Ideen mit den Toy-Con?

Mr. Kawamoto: Da Nintendo Labo noch nicht auf dem Markt ist, kann ich leider noch nichts über unsere zukünftigen Pläne verraten. Was ich jedoch sagen kann: Nintendo Labo ist nicht nur ein reines Spielzeug, vielmehr baut man seine Toy-Con selbst und lernt dabei, wie sie funktionieren.

Weltweit haben bereits einige Hands-On Events stattgefunden, zu denen auch Familien eingeladen waren. Während dieser Events konnten wir feststellen, dass Eltern und Kinder gleichermaßen Spaß an Nintendo Labo hatten, was uns unglaublich freut.

Im Spielmodus Toy-Con-Werkstatt, der in Nintendo Labo integriert ist, kann man verschiedene Ein- und Ausgabe-Optionen festlegen und somit neue Spielmöglichkeiten erfinden. Ich wünsche mir, dass Nintendo Labo-Spieler, egal welchen Alters, die unterschiedlichsten Wege entdecken mit Nintendo Labo zu spielen und dabei viel Spaß haben!

Hier geht es zur offiziellen Seite von Nintendo.

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Weitere News zu Nintendo Labo haben die Kollegen von FunkyGames zusammengestellt - hier geht es weiter.

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