Kongo

Virunga-Nationalpark im Ost-Kongo für Touristen geschlossen

Ein Berggorilla kaut Bambus - die vom Aussterben bedrohten Tiere haben im Virunga-Nationalpark eine Heimat gefunden.

Foto: Philipp Laage/dpa-tmn

Ein Berggorilla kaut Bambus - die vom Aussterben bedrohten Tiere haben im Virunga-Nationalpark eine Heimat gefunden. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn

Goma.   Die Schließung kommt eine Woche nach der Entführung eines Paares in der Nähe des Parks. Immer öfter attackieren Milizen die Park-Mitarbeiter.

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Nach der Entführung eines britischen Paares wurde der Virunga-Nationalpark im Ost-Kongo vorübergehend bis 4. Juni für Touristen geschlossen. Das teilte die Parkverwaltung auf ihrer Website mit. Die Sicherheit der Besucher habe höchste Priorität, hieß es. Der Virunga-Park ist für seine vom Aussterben bedrohten Berggorillas bekannt. Er liegt jedoch in einer Region, in der verschiedene Milizen aktiv sind. Das Auswärtige Amt hat für den Ost-Kongo schon länger eine Reisewarnung ausgesprochen.

Die Schließung des Parks folgt auf die Entführung eines britischen Touristenpaares nahe des Parks in der vergangenen Woche. Die Briten wurden schnell freigelassen. Bei dem Überfall starb jedoch eine Rangerin. Immer wieder greifen Milizen Ranger des Nationalparks an, der an der Grenze zu Uganda und Ruanda liegt.

Virunga ist der älteste Nationalpark Afrikas. Seit der Wiederaufnahme des Tourismus 2014 kamen nach Angaben der Parkverwaltung mehr als 17 000 Besucher in das Schutzgebiet. Der Tourismus trägt dazu bei, den Park und die Gorillas zu schützen.

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