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Ungewissheit bleibt auch nach Ende pauschaler Reisewarnung

Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts wird die pauschale Reisewarnung für fast alle gut 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums am 30. September enden.

Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts wird die pauschale Reisewarnung für fast alle gut 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums am 30. September enden.

Foto: Sebastian Kahnert

Berlin.  Der Reiseverband DRV hat die Entscheidung für differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise statt einer pauschalen Reisewarnung für rund 160 Länder als „einen zaghaften Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet.

Faktisch ändere sich für die Kunden und die Branche aber nur wenig. „Es bleibt die Ungewissheit, wann wieder gereist werden kann und wann Unternehmer und Beschäftigte wieder etwas für ihren Lebensunterhalt verdienen können“, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig am Mittwoch.

Reisewarnung bleibt bestehen

Auch nach dem 1. Oktober werde für fast alle Länder weiterhin eine Reisewarnung bestehen. Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts wird die pauschale Reisewarnung für fast alle gut 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums am 30. September enden. Vom 1. Oktober an soll es auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben. An der Möglichkeit zu reisen, werde sich damit praktisch wohl wenig ändern, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Allerdings werde zu einem differenzierten System übergegangen.

Fiebig forderte, nur Orte und Landkreise, die den Grenzwert des Robert Koch-Instituts (RKI) überschritten, sollten künftig als Risikogebiet ausgewiesen werden und dann auch mit einer Reisewarnung belegt werden - der Rest einer Region eines Landes jedoch nicht. „Hier müssen den Ankündigungen der Bundesregierung jetzt auch zeitnah Taten folgen.“

Zugleich mahnte Fiebig, Urlauber dürften nicht mit Reiserückkehrern gleichgesetzt werden, die ihre Familien und Freunde in ihren Heimatländern besucht hätten. „Wie wir alle gelernt haben, ist die Ansteckungsgefahr bei Familienfeiern - egal ob in Deutschland oder im Ausland - mit am höchsten.“ (dpa)

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