Freizeit

Radtourtipp Castrop-Rauxel - von Dingen nach Castrop

Diese große Sonnenuhr steht auf der Halde Schwerin. Wer die Zeit ablesen will, muss erst mal
hoch hinaus. Neben dieser Installation des Bildhauers Jan Bormann gibt es oben auf der Halde
aber auch eine herrliche Rundumsicht.

Diese große Sonnenuhr steht auf der Halde Schwerin. Wer die Zeit ablesen will, muss erst mal hoch hinaus. Neben dieser Installation des Bildhauers Jan Bormann gibt es oben auf der Halde aber auch eine herrliche Rundumsicht.

Foto: Wolfgang Berke

Castrop-Rauxel.  Mitten im Ruhrgebiet gibt es noch Abenteuer. Und zwar solche, die Sie mit einem Fahrrad bestehen können. Ganz entspannt – aber trotzdem spannend. Viele schöne Fahrrad- und Freizeitwege sind nicht ausgeschildert. Aber sie führen meist durchs Grüne – und erstaunlicherweise oft mitten durch die Städte.

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[kein Linktext vorhanden] Castrop-Rauxel leistet sich den Luxus eines Ortsteils, der den Namen der Mecklenburgischen Landeshauptstadt trägt. Natürlich stammt dieses „Schwerin“ aber nicht von gelebter Städtepartnerschaft, sondern ist ein Überbleibsel der ehemals namensgebenden Zeche „Graf Schwerin“, ein zumindest in Castrop-Rauxel längst vergessener preußischer Staatsminister.

Von der Zeche übrig geblieben ist noch die Halde, an deren Fuß wir entlang radeln. Daneben bietet der Süden Castrop-Rauxels aber noch weitere geschichtsträchtige Stationen. So z.B. einen seltenen Hammerkopfturm oder eine ehemalige Pferderennbahn.

Unterwegs

Wer einen kurzen aber heftigen Anstieg nicht scheut, radelt in CAS-Dingen rechts in die Schieferbergstraße und dann den Waldweg hoch. Etwas gemütlicher geht es über die Talstraße hinauf zur Mengeder Straße. Auf den nächsten 1,5 km belästigt uns zwar kein Verkehr, dafür ist aber die Wegoberfläche alles andere als freundlich.

Buchtipp Längs der Halde Schwerin führt die Tour weiter auf die Bodelschwingher Straße. Ab Hammerkopfturm geht es dann wieder durch den Wald und ordentlich bergab bis zum Edelquartier und Sternerestaurant Haus Goldschmieding, auch bekannt als oft genommene Herberge unserer Fußballnationalmannschaft.

Der Weg über das Gelände der alten Pferderennbahn ist noch einmal schön grün, bevor es dann auf überwiegend streßfrei zu befahrenden Nebenstraßen zum Gelände der ehemaligen Zeche Erin geht. Vorsicht auf dem letzten halben Kilometer vor dem Erinpark: Hier wird der Verkehr dichter, und es fehlt ein Radweg.

Abstecher

An der Halde Schwerin sollte man nicht nur längs fahren, sondern auch auf den Gipfel steigen bis zur überdimensionalen Sonnenuhr. Der Hammerkopfturm im keltischen Baumkreis liegt unmittelbar an der Strecke, ebenso wie später das Fördergerüst der ehemaligen Zeche Erin. Einen kleinen Abstecher wert ist das Parkbad Süd.

Gastronomie

Auf der Bodelschwingher Straße gibt es Kiosk und Imbiss. Haus Goldschmieding ist für Radler nicht wirklich geeignet, die Gastronomie in dem ehemaligen Adelssitz ist auf feinere Anlässe ausgelegt. Im Parkbad Süd kann man schon lange nicht mehr schwimmen, dafür aber auf ein Getränk einkehren (Café Semi- Secco). Eine Fülle gastronomischer Angebote bietet dann die Castroper Innenstadt. Hierhin gelangt man, wenn man kurz vor dem Altstadtring rechts in die Widumer Straße fährt (ca. 300 m).

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