Kultur

Eröffnung des sanierten Kaiser-Wilhelm-Denkmals

Das 1896 errichtete Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica.

Foto: DB Fishman/Archiv

Das 1896 errichtete Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica. Foto: DB Fishman/Archiv

Porta Westfalica.  Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica wird Mitte des Jahres wieder eröffnet. Die Besucherzahl wird aus Sicherheitsgründen beschränkt.

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Nach knapp zweijährigen Sanierungsarbeiten wird am 8. Juli das Kaiser-Wilhelm-Denkmal oberhalb der westfälischen Stadt Porta Westfalica mit Festakt und Besucherfest wieder eröffnet. Rund um das neue Besucherzentrum im Ringsockel des Denkmals gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Mittwoch ankündigte. Neben Besichtigungen des 122 Jahre alten Denkmals und Informationen zur Region wird sich ein Kinderprogramm speziell um den Kaiser drehen. Aus Sicherheitsgründen wird die Besucherzahl bei der Eröffnung auf 3.500 beschränkt, wie es hieß. Die Zufahrt zum Denkmal ist am 7. und 8. Juli den ganzen Tag gesperrt.

Geschichtliche Bedeutung

Rund 150.000 Touristen werden den Angaben nach künftig pro Jahr am 88 Meter hohen Nationaldenkmal in Erinnerung an Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) erwartet. "Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bleibt ein weit sichtbarer Blickfang", sagte LWL-Direktor Matthias Löb. Im neuen LWL-Besucherzentrum werde dessen vielschichtige Geschichte beleuchtet: von den Römern in Germanien über Preußens Pathos bis zum Elend der Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieges in den Stollen direkt unter dem Monument. Auch die Naturgeschichte und die Historie der Gemeinden rund um das Denkmal an der Weser würden thematisiert. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist Bestandteil der "Straße der Monumente". Dazu gehören sieben Denkmäler in Deutschland, darunter das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.


Der Landschaftsverband hatte 2015 als Eigentümer beschlossen, das Denkmal von 1896 sanieren sowie um ein Besucherzentrum und Restaurant erweitern zu lassen. Seit dem Start der Sanierungsarbeiten vor 17 Monaten wurde bei umfangreichen Erdarbeiten die rund 25.000 Kubikmeter große Baugrube mit 270 Kleinbohrpfählen bestückt, wie es hieß. Diese sollen dem Bauwerk den notwendigen Halt geben. Die alte Ringterrasse war im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden. Nun ist dort, bis zu 30 Meter Tiefe verankert, der wiederhergestellte Ringsockel aus Obernkirchner Sandstein zu sehen. Insgesamt dafür über 3.800 Tonnen Zement verarbeitet. (dpa)

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