Corona

Covid-19: Zukunft des Hamburger Fischmarkts weiter ungewiss

Der Fischmarkt ist am Sonntagmorgen menschenleer. Die Zukunft des traditionsreichen Hamburger Fischmarkts ist weiter ungewiss. Die Bezirksversammlung Altona hat am Donnerstagabend (27.08.2020) mit einer Mehrheit aus Grünen und CDU einen von SPD und FDP vorgelegten Rettungsplan für den Fischmarkt abgelehnt.

Der Fischmarkt ist am Sonntagmorgen menschenleer. Die Zukunft des traditionsreichen Hamburger Fischmarkts ist weiter ungewiss. Die Bezirksversammlung Altona hat am Donnerstagabend (27.08.2020) mit einer Mehrheit aus Grünen und CDU einen von SPD und FDP vorgelegten Rettungsplan für den Fischmarkt abgelehnt.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg .  Die Bezirksversammlung Altona hat mit einer Mehrheit aus Grünen und CDU einen vorgelegten Rettungsplan für den Fischmarkt abgelehnt.

Fünf Monate nach der ersten Absage in seiner Geschichte bleibt die Zukunft des traditionsreichen Hamburger Fischmarkts weiter ungewiss. Die Bezirksversammlung Altona hat am Donnerstagabend mit einer Mehrheit aus Grünen und CDU einen von SPD und FDP vorgelegten Rettungsplan für den Fischmarkt abgelehnt, teilte ein Sprecher der Bezirksversammlung am Freitag mit.

Seit Mitte März müssen Touristen und Hamburger sonntagmorgens wegen der Corona-Pandemie auf den 300 Jahre alten Hamburger Fischmarkt verzichten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut. Alle Wochenmärkte Hamburgs sind wieder geöffnet, nur der Altonaer Fischmarkt nicht. Die Behörden rechnen im Falle einer Wiedereröffnung mit Menschenmassen, für die man Abstandsregeln gewähren müsse.

Plan erneut abgeblockt

„Es ist nicht zu fassen: Grüne und CDU in der Bezirksversammlung Altona haben erneut einen Plan zur Rettung einer der berühmtesten Hamburger Sehenswürdigkeiten abgeblockt“, sagte Wolf Achim Wiegand, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender, dem „Hamburger Abendblatt“. „Die Koalition der Bedenkenträger verhält sich fantasielos und bürokratisch.“

Das sozialliberale Konzept hätte dagegen ein „Königsweg“ zum Überleben der „berühmten Hamburgensie“ sein können. Dieses hatte unter anderem spätere Öffnungszeiten sowie Hygieneregeln vorgesehen, die sich nicht an den Besucherzahlen aus der Vor-Corona-Zeit orientieren sollten, sondern an den Vorgaben großer Hamburger Wochenmärkte wie etwa dem Isemarkt. Vor der Versammlung hatten zahlreiche Händler für eine Öffnung des Marktes demonstriert. (dpa)

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