Reisefrust

Corona-Reisefrust: Verbraucherschützer kämpfen mit Beschwerdeflut

Ein Schild "Zimmer frei" und "Ferienwohnung frei" hängt an einem Gästehaus. Geplatzte Reisepläne und Streit um Stornogebühren in der Coronakrise haben die Verbraucherzentrale Niedersachsen in Atem gehalten. Vor allem Pauschalreisen, Hotels und Unterkünfte, Flüge oder Laufzeitverträge in Fitnessstudios seien die Top-Beratungsthemen zwischen März und September gewesen, teilte die Verbraucherzentrale Niedersachsen mit.

Ein Schild "Zimmer frei" und "Ferienwohnung frei" hängt an einem Gästehaus. Geplatzte Reisepläne und Streit um Stornogebühren in der Coronakrise haben die Verbraucherzentrale Niedersachsen in Atem gehalten. Vor allem Pauschalreisen, Hotels und Unterkünfte, Flüge oder Laufzeitverträge in Fitnessstudios seien die Top-Beratungsthemen zwischen März und September gewesen, teilte die Verbraucherzentrale Niedersachsen mit.

Foto: Swen Pförtner/dpa

Hannover.  Verbraucherschützer sind in der Corona-Krise gefragter denn je. Das bekommt auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen deutlich zu spüren.

Geplatzte Reisepläne und annullierte Flüge in der Coronakrise haben die Zahl der Anfragen bei Verbraucherschützern in Niedersachsen massiv in die Höhe schnellen lassen. Pro Woche seien allein am Telefon bis zu 700 Beratungsgespräche angefallen - zu Spitzenzeiten während des Lockdowns sogar gut 1000 pro Woche, teilte die Verbraucherzentrale Niedersachsen am Dienstag mit. Vor der Krise seien es etwa 200 Telefonberatungen pro Woche gewesen. Die Nachfrage nach Beratung vor allem während der Lockdowns sei doppelt so hoch gewesen wie die erfolgten Beratungen, sagte Geschäftsführerin Petra Kristandt. Es fehle das nötige Personal.

Vor allem Pauschalreisen, Hotels und Unterkünfte, Flüge oder Laufzeitverträge in Fitnessstudios waren laut Verbraucherzentrale die Top-Beratungsthemen zwischen März und September. Im vergangenen Jahr bestand vor allem in Sachen Telefon und Internet sowie rund um den Mobilfunk Beratungsbedarf.

Frust bei den Verbrauchern spürbar

Im Streit mit Unternehmen der Reise- und Veranstaltungsbranche gehe es um hohe Summen, die die Anbieter teils unrechtmäßig einbehielten. „Bei den Verbrauchern ist der Frust über das unanständige Geschäftsgebaren inzwischen deutlich zu spüren“, sagte Kristandt. (dpa)

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