Bahn

WLAN-Pilotprojekt: VRR testet kostenloses Internet in Zügen

Auf der Linie RE42 testet der VRR in einem Pilotversuch kostenloses WLAN für die Fahrgäste.

Auf der Linie RE42 testet der VRR in einem Pilotversuch kostenloses WLAN für die Fahrgäste.

Foto: Reiner Kruse

Essen.  Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr experimentiert mit kostenfreiem WLAN im Regionalverkehr. Auf der Linie RE42 startet demnächst ein Pilotprojekt.

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Das kostenlose Internet hält Einzug in den Regionalverkehr: Auf der Linie RE42 testen der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die Deutsche Bahn den WLAN-Betrieb in vier Zügen dieser Linie. Zum Ende des ersten Quartals 2017 soll das einjährige Pilotprojekt starten. „Ein Zug wurde bereits Ende 2016 ausgestattet, die Technik für die anderen ist bestellt“, erklärt Dino Niemann, VRR-Pressesprecher. „Die anderen müssen in Ruhezeiten ausgerüstet werden.“

Marktforschung soll Kundenwünsche aufzeigen

Für das Projekt ist die Wahl aus einem besonderen Grund auf den RE42 gefallen. Da der Niers-Haard-Express zwischen Münster und Mönchengladbach verkehrt, werden auf dieser Strecke zwei Gebiete miteinander kombiniert. Zum einen das Münsterland mit einer schwankenden Abdeckung des Funknetzes und auf der anderen Seite der Ballungsraum Ruhrgebiet an der Verkehrsverbundgrenze.

Die Kunden sollen während der Testphase einen kostenfreien Zugang erhalten. Inwiefern dieser über die Testphase hinaus tragbar sein wird, ist noch nicht klar. Denkbar wären auch ein eingeschränktes Datenvolumen oder eine zeitliche Begrenzung. Dabei sollen die Wünsche der Kunden miteinbezogen werden.

Neue Züge mit moderner Funktechnik ausgerüstet

In den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn erhalten Kunden bereits einen kostenfreien Internetzugang für ihre Reisedauer. Diese Testwerte helfen dem VRR aber nicht bei einer modellhaften Auswertung: „Die Infrastruktur für den Fernverkehr ist anders“, erklärt Niemann. „Wir greifen auf Erfahrungen des Rhein-Main-Verbunds zurück“. Der hessische Verkehrsverbund plant für die flachendeckende Einführung mehrere Jahre ein.

Langfristig ist angedacht, die Züge im Regionalverkehr sowie S-Bahnen im Nahverkehr mit dem aktuellen Stand der Technik auszurüsten. „Wir müssen für die jetzige Bestandsflotte schauen, was möglich ist“, sagt Niemann. Neue S-Bahnen sollen ab 2019 sukzessive eingesetzt werden. Diese seien dann standardmäßig mit der modernen Technik ausgerüstet.

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