Eis-Einsatz

Winterdienst an Flughäfen der Region läuft auf Hochtouren

Am Flughafen Weeze läuft der Winterbetrieb auf vollen Touren.

Am Flughafen Weeze läuft der Winterbetrieb auf vollen Touren.

Foto: Flughafen Weeze

Düsseldorf/Weeze.   Allein in Düsseldorf sorgen 185 Mitarbeiter im Schichtbetrieb für enteiste Flugzeuge. Maschinen müssen vor dem Start unter die Frostschutzdusche.

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In der Nacht zu Freitag waren die Temperaturen auf den bisher tiefsten Stand des Winters gefallen. Minus 15,4 Grad im Sauerland – das war am Freitag NRW-Rekord. Aber auch an Rhein und Ruhr war’s dauerfrostig. Vielerorts streuten Straßenmeistereien Salz auf die Fahrbahn. Und am Düsseldorfer Flughafen sorgten 185 Mitarbeiter für enteiste Flugzeuge. Mit 200 Tonnen Sand und einem Fuhrpark von über 20 Spezialfahrzeugen wird am größten Airport in NRW gegen Eis und Frost angekämpft.

„Wir sind bereits seit November im Winterdienst. Im Oktober werden die Mitarbeiter geschult und dann sind bis zum 15. April wöchentlich 60 Mitarbeiter im Schichtbetrieb unterwegs“, erklärt der Chef des Winterdienstes, Helmut Didschun. Und die haben einiges zu tun.

24-Stunden-Schichtbetrieb an den Flughäfen

„Wir sind 24 Stunden im Standby, haben meist nur knapp fünf Minuten Zeit um unseren Einsatz zu erledigen. Zudem werden stündlich alle Bereiche abgefahren“, sagt der Winter-Experte, der seit mittlerweile 36 Jahren für einen reibungslosen Ablauf am Flughafen sorgt.

Auch in Weeze ist man bestens gerüstet. „Grundsätzlich enteisen wir bei diesen Temperaturen alle Flugzeuge, die auf die Startbahn rollen. Wir arbeiten derzeit im Schichtbetrieb um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren“, versichert Flughafen-Sprecher Holger Terhorst.

24 Flugzeuge können pro Stunde enteist werden

Im Winter müssen die Maschinen unter die „Frostschutzdusche“, denn mögliche Schnee- und Frostansätzen auf Rumpf- und Tragflächen können die Aerodynamik und das Flugverhalten beeinträchtigen. Erst wenn die Flugzeuge schnee- und eisfrei sind und Schutz vor Wiedervereisung erhalten haben, dürfen sie starten.

Bei Raureif können die Teams etwa 24 Flugzeuge pro Stunde enteisen. Länger dauern die Vorgänge bei harter Vereisung oder Schneefall – pro Flugzeug bis zu 30 Minuten. „Bei solchen Witterungen haben wir viel zu tun, da ist trockene Kälte um einiges angenehmer“, erklärt Didschun. Noch ist der Chef des Winterdienstes aber ganz entspannt: „Was wir hier gerade haben ist eine ‘light-Version’. 25 Zentimeter Schnee wie an Heiligabend 2010 – das ist Winter.“

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