Neue Züge kommen erst 2019

Unna/Hagen/Meschede.   Bahnfahrer im Sauerland müssen noch bis in das Jahr 2019 hinein mit veralteten Zügen im Sauerland-Netz leben. Die von der Deutschen Bahn (DB) ursprünglich zum Fahrplanwechsel im Dezember vergangenen Jahres eingeplanten neuen Züge des polnischen Herstellers Pesa werden erst „mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 nach und nach eingesetzt werden“ können, sagte Burkhard Bastisch, Geschäftsführer des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL), im Gespräch mit dieser Zeitung.

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Bahnfahrer im Sauerland müssen noch bis in das Jahr 2019 hinein mit veralteten Zügen im Sauerland-Netz leben. Die von der Deutschen Bahn (DB) ursprünglich zum Fahrplanwechsel im Dezember vergangenen Jahres eingeplanten neuen Züge des polnischen Herstellers Pesa werden erst „mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 nach und nach eingesetzt werden“ können, sagte Burkhard Bastisch, Geschäftsführer des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL), im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die Maße passen nicht

Die Bahn-Tochter DB Regio hatte die Ausschreibung für das Sauerlandnetz im Jahr 2013 erneut gewonnen und dabei den Einsatz von insgesamt 36 Dieseltriebwagen des Typs Link vom polnischen Hersteller Pesa zugesagt. Doch die Maße passen nicht, die Züge sind noch immer nicht zugelassen. Inzwischen setze die Bahn sogar eigenes Personal direkt im polnischen Pesa-Werk ein, sagte Bastisch.

Die nun übergangsweise eingesetzten Züge, überwiegend aus dem Kölner Dieselnetz, hätten „nicht die Qualität, die die Fahrgäste erwarten“, räumte Bastisch ein. Weil sie „sehr intensiv genutzt“ worden seien, müssten sie häufiger in die Werkstatt.

Von den ebenfalls eingesetzten zwölf Neigetechnik-Züge, die „wie ausrangiert aussehen“ (Bastisch), seien oft nur sechs bis acht einsatzfähig. Es gab massive Beschwerden von Fahrgästen, weil es zu Verspätungen und verpassten Anschlüssen kam, die Kapazitäten nicht ausreichen, so dass teils Fahrgäste am Bahnsteig zurückbleiben müssen, und auch die Einstiegshöhen nicht passen. Leser empörten sich gegenüber dieser Zeitung über „rollende Schrotthaufen“. Probleme hatte es zuvor im Sauerlandnetz nur selten gegeben.

Bastisch sagte nun, er hoffe, dass sich bis zu den Sommerferien „eine stabile Situation“ ergebe. Zumindest Verspätungen und verpasste Anschlüsse sollten dann die Ausnahme sein.

Es fehlen Lokführer

Die jüngsten Zugausfälle bei der Hesseischen Landesbahn in Westfalen-Süd sowie bei der Eurobahn unter anderem auf der Hellweg-Strecke seien auf Managementfehler zurückzuführen. Zudem fehlten Lokführer, erläuterte Bastisch.

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