Wettbewerb

Talentiertes Haustier: Für Cliff ist keine Hürde zu hoch

Das talentierteste Haustier Südwestfalens

WP und IKZ suchen das talentierteste Haustier Südwestfalens.

WP und IKZ suchen das talentierteste Haustier Südwestfalens.

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Olsberg.   Die Westfalenpost sucht das talentierteste Haustier Südwestfalens. Ein Kandidat: Mischlingshund Cliff ist ein echtes Talent im Flyball.

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Die Tierschützerin in ­Andalusien hatte nicht zu viel ­versprochen: „Sie werden einen wunderbaren Hund bekommen“, so ihre Prophezeiung, nachdem sie den Straßenhund von der spanischen Südküste an Melanie Reich-Schumacher in Olsberg vermittelt hatte.

Spanischer Straßenhund wird zum talentierten Haustier und Flyballkünstler

Der Begriff Straßenköter ­verbietet sich angesichts des sehr gepflegten wie bezaubernden ­Äußeren von „Cliff“ – so wird der Mischling aus einem Mudi (unga­rischer Hirtenhund) und einer nicht näher bekannten Rasse ge­rufen, seitdem er das Ein und Alles von Melanie Reich-Schumachers Töchterchen Melina ist.

Cliff ist nicht nur ein „wunderbarer“ Familienhund, sondern auch als be­gabter Turniersportler ein außer­gewöhnliches Haustier, wie es dies in Südwestfalen so mancherorts gibt. Cliff betreibt Flyball – den einzigen Mannschaftssport für Hunde, vergleichbar mit einem Staffellauf.

Bei dem Verein „Strunzertaler Pfoten“ zeigt sich der Hund hochkonzentriert

Das Gesicht von Cliff zeigt eine ­gewisse Anspannung, als er auf dem Trainingsgelände des Vereins „Strunzertaler Pfoten“ in Olsberg-Bigge steht. Oder besser unruhig umhertrippelt und bellt. „Ein Motivations-Bellen“, sagt Hundetrainerin Martina Eickwinkel.

Der fast zweijährige Rüde möchte losge­lassen werden von Melanie Reich-Schumachers Hand, sein Ziel ist der Tennisball in knapp 20 Metern Entfernung.Hochkonzentriert blickt er auf die sogenannte Flyball-Box am Ende der Bahn, in der eben jener gelbe Filzball steckt.

Auf geht’s, Cliff! Der Hütehund nimmt seine Pfoten in die Hand, gelangt mit einem Affenzahn über vier Hürden hintereinander in einer Reihe, aktiviert mit einem beherzten Sprung den Auslösetaster an der schrägen Fläche der Box, fängt den Ball mit der Schnauze, dreht sich wie ein Schwimmer bei der Wende und wetzt mit Ball zurück zur Startlinie. Und das alles in knapp über fünf Sekunden. Großartig!

„Hot flames“ Flyballteam aus dem Hochsauerland ist Europameister

„Das Wichtigste bei diesem schnellen Sport ist nicht Drauf­gängertum, sondern dass der Hund zuverlässig seinen Job erledigt, also den Ball sicher über die Ziellinie bringt“, so Martina Eickwinkel, Vorsitzende und zugleich Trainerin der „Strunzertaler Pfoten“. Das erfolgreiche „Hot flames“ Flyballteam aus dem Hochsauerland ist im vergangenen Jahr Europameister geworden.

Cliff hat vor einem Jahr seinen ersten Kurs absolviert und es durch regelmäßiges Training bereits zu einem beachtlichen Können ­gebracht. „Es sind viele kleine Schritte wie bei einem Puzzle notwendig, um den Tieren die Abläufe beizubringen“, sagt Martina Eickwinkel. Zwang ist dabei tabu: „Würde man Druck ausüben, liefe der Hund nicht los.“

Das Haustier mit Leckerlis belohnen

Das Erfolgsgeheimnis sind ständiges Wiederholen und Belohnen. So erhält auch Cliff nach Erledigen des „Jobs“ ein „Leckerli“ oder ein „Spieli“. In ­diesem Fall ein Knotentau zum Spielen.

Flyball, so sagen die Experten, fördert auf spielerische Art und Weise nicht nur Bewegungsfreude und Spieltrieb des Hundes, sondern auch Selbstsicherheit und Sozialverhalten. Jeweils vier Teams aus Hund und Hundeführer bilden eine Mannschaft, die bei Wettbewerben immer gegen eine andere Mannschaft antritt.

Hundeführer müssen teamfähig sein

Nicht nur den rennenden und springenden Vierbeinern kommt eine entscheidende Rolle zu. „Auch den Menschen“, so Martina Eickwinkel, „sie müssen insbesondere teamfähig sein.“ Stimme die Chemie zwischen Herrchens und Frauchens nicht, merke das der Hund sofort.

Jeden Mittwoch trainiert das Flyball-Team der „Strunzertaler Pfoten“ auf dem Vereinsgelände in Bigge. Cliff, diesem begabten wie fitten Flyball-Hund, ist der Spaß anzusehen. Neue vier- und zweibeinige Teammitglieder sind willkommen, gemäß der Aufschrift auf den roten Team-T-Shirts: „Nix für Bremser!!!“

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