Abschlussbericht

Lügde: Opfer mussten offenbar andere Kinder missbrauchen

Die Ermittlungskommission im Missbrauchsfall Lügde hat jetzt ihren Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Die Ermittlungskommission im Missbrauchsfall Lügde hat jetzt ihren Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Foto: Guido Kirchner/dpa

Bielefeld.  Der Abschlussbericht im Fall Lügde offenbart grausame Details. Ein Beschuldigter soll Kinder zum Missbrauch an anderen Kindern gezwungen haben.

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Im Missbrauchsfall Lügde hat die Ermittlungskommission ihre Akten samt Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft Detmold übergeben. Darin wird dem Hauptbeschuldigten Andreas V. aus Lügde der Missbrauch von 28 Opfern zur Last gelegt, berichtet das Westfalen-Blatt.

Sein Komplize Mario S. aus Steinheim soll 18 Opfer missbraucht haben. Die Taten der beiden Männer reichten den Ermittlungen zufolge bis zur Vergewaltigung kleiner Kinder.

Aus der Akte ergibt sich außerdem, dass missbrauchte Kinder auf dem Campingplatz gezwungen worden sein sollen, an anderen Kindern schwerste Sexualstraftaten vorzunehmen. Sie sollen dabei von Andreas V. dirigiert worden sein, der die Taten aufgenommen haben soll.

Erste Missbrauchstaten an einem Mädchen soll der Hauptbeschuldigte bereits in den 90er Jahren begangen haben, sie können aber wegen Verjährung nicht mehr verfolgt werden. Auf Grundlage der Ermittlungsakte wird die Staatsanwaltschaft Detmold voraussichtlich in dieser Woche erste Anklagen erheben. Parallel ermittelt die EK „Eichwald“ weiter. (dpa)

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