Orkan

Sturm-Chronik: Spaziergänger sollen Wälder nicht betreten

In Lennestadt fielen nach ersten Schätzungen 1000 Festmeter Holz um.

In Lennestadt fielen nach ersten Schätzungen 1000 Festmeter Holz um.

Foto: Volker Eberts / WP

Hagen.  Sturmtief „Sabine“ ist durch Sauerland und Siegerland gefegt. Lesen Sie alle Nachrichten zu den Auswirkungen des Sturms in unserer Chronik.

  • Sturmtief Sabine hat im Sauerland und Siegerland zahlreiche Bäume umstürzen lassen.
  • Die Bahn hat den Verkehr am Montag wieder aufgenommen.
  • Der Landesbetrieb Wald und Holz warnt vor dem Betreten der Wälder.
  • Mehrere Orte sind abgeschnitten, weil umgestürzte Bäume die Straßen blockieren.

Sturmtief „Sabine“ hat in der Region einige Schäden angerichtet. Immer wieder muss die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume Straßen sperren. Einige Orte sind zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar. Wir zeigen in unsere Chronik, welche Auswirkungen der Sturm hat.

15:41 Uhr: „Sabine“ trifft Menden nicht mit voller Wucht. Trotzdem sorgt der Sturm dort für eine Reihe von Einschränkungen. „Es ist kein Vergleich zu Kyrill und Friederike“, sagt Stadtförster Dirk Basse über das Orkantief „Sabine“. Die Hönnestadt habe es im Vergleich nur leicht getroffen. Dennoch war das St.-Vincenz-Altenheim über mehrere Stunden nicht erreichbar und auch die Hönnetalbahn musste den Verkehr bis zum späten Montagmittag einstellen. Derweil soll der Unterricht an den Mendener Schulen ab Dienstag wieder planmäßig laufen.

Keine Verletzten in Siegen-Wittgenstein sowie in Meschede und Umland

15:20 Uhr: Sturm „Sabine“ ist in Meschede und Umland glimpflich ausgegangen. Es ist niemand verletzt worden, es ist kein schwerer Sachschaden entstanden. Alle Schulen in Meschede, Bestwig, Eslohe und Schmallenberg sind am Dienstag wieder geöffnet. In der Nacht zum Montag blieb es in allen vier Kommunen vergleichsweise ruhig. Die Mitarbeiter der Bauhöfe in Meschede und Bestwig beispielsweise mussten gar nicht eigens ausrücken.

14.25 Uhr: Die Folgen des Orkans Sabine sind im Siegerland weit weniger drastisch, als im Vorhinein befürchtet. Obwohl es in der Nacht von Sonntag auf Montag überall in der Region zu Einsätzen kam, ist das Sturmtief in deutlich abgeschwächter Form über Siegen-Wittgenstein hinweggezogen. Das Wichtigste: Niemand wurde verletzt. „Wir haben Riesenglück gehabt“, sagt Diethard Altrogge, Leiter des Regionalforstamts Siegen-Wittgenstein.

14.03 Uhr: Schulen blieben geschlossen, Pendler mussten improvisieren und die Feuerwehr wurde zu hunderten Einsätzen gerufen - trotzdem hat Sturm „Sabine“ Nordrhein-Westfalen längst nicht so heftig getroffen wie befürchtet. Allerdings gab es einige Verletzte durch den Sturm. In einigen Ortschaften fiel der Strom aus. Und die Gefahr ist noch nicht ganz gebannt, denn es gibt neue Sturm-Warnungen. Erst am Dienstagnachmittag soll der Wind deutlich schwächer werden, prognostiziert der Deutsche Wetterdienst.

Schüler nehmen die Notfallbetreuung an den Schulen kaum wahr

12.50 Uhr: Die meisten Schulen in der Region haben den Unterricht für heute vorsorglich abgesagt. Vielerorts wurde trotzdem eine Notfallbetreuung eingerichtet, damit kein Kind vor verschlossener Tür steht – doch das war oft nicht nötig. Am Petrinum-Gymnasium in Brilon und an der Grundschule Florenburg in Hilchenbach musste kein Kind versorgt werden.

Die Realschule Menden meldet nur ganz wenige Schüler, sodass kein Unterricht stattfinden konnte. Die Lehrkräfte waren in den meisten Schulen trotzdem vor Ort oder machten nach Absprache einen Studientag zu Hause.

DWD warnt weiter vor Sturmböen - Schneefallgrenze sinkt

12.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt auch nach dem Durchzug von Sturmtief „Sabine“ weiter vor schweren Sturmböen in Nordrhein-Westfalen. Vereinzelt seien am Montag sogar orkanartige Böen bis Windstärke elf möglich, teilte der DWD mit. Am Dienstag werde der Wind ähnlich stark wie am Montag, erst in der zweiten Tageshälfte gehe er zurück, sagte eine Sprecherin.

Bei Schauern und Temperaturen zwischen 1 und 7 Grad sollte am Montag die Schneefallgrenze auf 600 Meter sinken. Im Bergland seien damit Schnee und Glätte zu erwarten.

12.11 Uhr: Nach dem Abflauen von Sturm „Sabine“ sollten laut einer Warnung die Wälder von Spaziergängern und Freizeitsportlern weiterhin nicht betreten werden. Angebrochene Äste können jederzeit herabfallen, umgestürzte Bäume können auf Spannung stehen, wie der Sprecher des Landesbetriebes Wald und Holz Michael Blaschke sagte. Welchen Schaden die Orkanböen landesweit in den Wäldern angerichtet haben, war am Vormittag noch nicht abschätzbar. „Die Forstleute müssen sich erst ein Bild von der Lage machen“, sagte Blaschke.

11:55 Uhr: Die Einwohner von Breitenbruch in Arnsberg sind durch Sturmtief „Sabine“ stundenlang in ihrem Ort eingeschlossen worden. Die gesamte Sturmnacht von Sonntag auf Montag mussten sie in ihrem Ort verharren. Umgeknickte Bäume versperrten Zufahrten und die Bundesstraße B229 Richtung Möhnesee wurde aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt.

10.53 Uhr: Bad Berleburg-Girkhausen ist derzeit von den umliegenden Dörfern durch den Sturm „Sabine“ abgeschnitten. „Die Schleichwege haben wir ausprobiert, über die kommt man nicht raus“, berichtet Ortsvorsteher Timo Florin. >>> Girkhausen von den umliegenden Dörfern abgeschnitten.

10.15 Uhr: Aus Südwestfalen werden derzeit – neben der Sperrung einiger Kreisstraßen – folgende Straßensperrungen gemeldet:

  • B229: Arnsberg-Breitenbruch - Möhnesee
  • L519: Sundern / Endorf - Meinkenbracht
  • L640: Schmallenberg-Ohlenbach - Winterberg
  • L776: Schmallenberg / Gellinghausen - Rimberg
  • L776: Bestwig / Heringhausen - Ramsbeck
  • L839: Arnsberg - Sundern-Hellefeld (Hellefelder Höhe)
  • L840: Meschede / Laer - Calle
  • L856: Warstein / Niederbergheim - Hirschberg
  • L913: Brilon / Thülener Kreuz – Hoppecke
  • L 632: Leimstruth – Amtshausen
  • B 480: Schüllar – Girkhausen
  • L 553: Raumland – Dotzlar
  • L 717: Bad Berleburg – Diedenshausen
  • L 722: Lützel – Benfe
  • L 553: Röspe – Aue
  • L 718: Bad Laasphe – Sassenhausen
  • L 903: Bad Laasphe – Richstein
  • L711 Neuenkleusheim – Kruberg
  • B62: Afholderbach – Abzweigung B508
  • L722: Lützeln – Abzwg. Benfe
  • L173: Meinerzhagen

10.08 Uhr: Mit 137 km/h erreicht Sabine am Kahlen Asten exakt die Windgeschwindigkeit wie Mega-Sturm Kyrill. Wir erklären, weshalb die Schäden viel geringer ausfallen: >>> Deshalb war Sabine nicht so verheerend wie Kyrill.

9.51 Uhr: An der Grürmannsheider Straße in Iserlohn sind durch den Sturm zwei Bäume auf ein Wohnhaus gestürzt. Ansonsten verlief die stürmische Nacht in der Waldstadt eher ruhig.

9.42 Uhr: Ein Lastwagen ist auf einer Brücke der Autobahn 44 an der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen umgestürzt - vermutlich durch eine Sturmböe. Verletzt wurde niemand, wie ein Polizeisprecher in Kassel berichtete. Der Unfall passierte demnach am Montagmorgen auf der Twiste-Talbrücke. Die Autobahn in Richtung Dortmund wurde für die Bergungsarbeiten voll gesperrt. Der Lastwagen hatte dem Sprecher zufolge Styropor geladen.

9.34 Uhr: Offenbar nehmen nicht alle Verkehrsteilnehmer die Absperrungen ernst: „Wir warnen eindringlich davor die aufgestellten Absperrungen zu missachten - diese sind nicht zum Spaß aufgestellt. Die Gefahr durch umstürzende Bäume ist noch nicht gebannt“, erklärt die Polizei Siegen-Wittgenstein auf Facebook.

9.11 Uhr: Orkan Sabine ist übers Sauerland gezogen. Die Feuerwehr musste mehr als 100 Mal ausrücken. Einige Straßen sind noch gesperrt.

8.49 Uhr: Die Vollsperrung der A45 Richtung Frankfurt ist aufgehoben! Weil am Sonntag ein Baum auf die Lärmschutzwand gestürzt war, war die Autobahn bis zum Morgen voll gesperrt. Jetzt kann der Verkehr wieder einspurig an der Stelle vorbeirollen, teilte Straßen.NRW mit.

8.32 Uhr: Die Polizei in Hagen meldet 50 wetterbedingte Einsätze. Am Montagmorgen mussten die Beamten an der Feithstraße den Verkehr regeln. Aufgrund eines Staus am Autobahnkreuz Hagen mussten die Ampeln an der Feithstraße abgeschaltet werden, um den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten. Die Autobahnauffahrt Hagen-Süd musste in Richtung Frankfurt komplett gesperrt werden. Gegen 8 Uhr musste die Osemundstraße aufgrund eines umgestürzten Baumes komplett gesperrt werden. Der Einsatz dauert noch an.

8.18 Uhr: Das Sturmtief „Sabine“ ist über den Kreis Olpe gezogen. Einige Straßen sind wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Verletzte gab es aber nicht. >>> Orkan Sabine im Kreis Olpe: 64 Einsätze in der Nacht

Erste Bahnen fahren wieder

8.15 Uhr: National Express hat den Fahrbetrieb schrittweise wieder aufgenommen. Die Züge fahren mit verminderter Geschwindigkeit und nur auf befahrbaren Streckenabschnitten, teilte das Unternehmen mit. Daher werde es weiter zu Verspätungen und Ausfällen kommen. Mit einer Wiederaufnahme aller Linien RB 48, RE 7, RE 5 (RRX) und RE 6 (RRX) im kompletten Umfang sei erst im Laufe des Montags zu rechnen.

8.02 Uhr: Das Bahnunternehmen Abellio hat den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen nach Sturm „Sabine“ am Montagmorgen teilweise wieder aufgenommen. „Wir fahren langsam und vorsichtig“, sagte eine Sprecherin. Im Internet listete das Unternehmen rund 15 Linien auf, auf denen wieder Züge unterwegs seien, unter anderem:

  • RRX-Verbindung/RE11 von Duisburg über Dortmund nach Kassel
  • RE16 Essen–Witten–Hagen–Siegen/Iserlohn
  • RB40 Essen–Bochum–Witten–Hagen
  • RB91 Hagen–Siegen/Iserlohn
  • S2 Dortmund–Herne–Essen/Recklinghausen

Die Deutsche Bahn und die Eurobahn wollen hingegen noch abwarten und erst weitere Erkundungstrupps auf die Strecken schicken. „Bei uns gilt safety first für Fahrgäste und Mitarbeiter“, sagte eine Eurobahn-Sprecherin. Die Deutsche Bahn hat nach der Sturmnacht nach eigenen Angaben rund 50 Einsatztrupps mit Räumgerät und Kettensägen im Einsatz. „Wir rechnen damit, dass im Laufe des Vormittags erste Stecken wieder befahrbar sind“, sagte eine Bahn-Sprecherin. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn steht bis mindestens 10 Uhr komplett still - das Unternehmen erwartet Störungen den ganzen Tag über.

7.51 Uhr: Im Bereich Arnsberg und Sundern sind noch einige Straßen gesperrt. Die Feuerwehr in Sundern zählt bislang 22 Sturmeinsätze. „Wildewiese ist noch nicht wieder erreichbar, aber daran wird gearbeitet“, sagt ein Feuerwehr-Sprecher. Ansonsten sei die Sturmnacht recht glimpflich vorübergegangen. >>> Ticker in Arnsberg und Sundern: Die Folgen der Sturmnacht

7.37 Uhr: Sturmtief Sabine hat den Feuerwehren in der Nacht viele Einsätze beschert. Eine erste Bilanz aus dem Hochsauerlandkreis >>> Was Sturmtief Sabine in der Nacht angerichtet hat.

7.46 Uhr: Neben der weiter bestehenden Warnung vor orkanartigen Böen in den Höhenlagen von Sauer- und Siegerland besteht nun für einige Regionen – unter anderem den Hochsauerlandkreis – auch eine Warnung vor starken Gewittern (Stufe 2 von 4) des Deutschen Wetterdienstes.

7.23 Uhr: Durch Orkan Sabine sind im Bereich Bad Berleburg Straßen und Wege gesperrt. Aber auch in den Nachbarkommunen sind Gefahrstellen entstanden. >>> Zahlreiche Straßen sind gesperrt

7.12 Uhr: Die A45 in Richtung Frankfurt bleibt voraussichtlich bis mindestens 13 Uhr zwischen dem Kreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Süd weiter voll gesperrt.

6.13 Uhr: Der Morgen nach dem Sturm am Dortmunder Hauptbahnhof: „Der Bahnverkehr ist bis 10 Uhr eingestellt“, erklären die DB-Mitarbeiter am Infopoint. Ab 7 Uhr sollen Prüffahrten stattfinden, die die Strecken auf Schäden überprüfen. Wie die Nacht verlaufen ist, dazu kann die Mitarbeiterin nichts sagen. „Wir haben gerade erst angefangen“, sagt sie.

Für die gestrandeten Reisenden – viele scheinen sich aber auf das Unwetter eingestellt zu haben – geht es wenn dann mit einem Taxischeinen weiter. „Ich muss nach Soest zum Lehrgang“, sagt der Dortmunder Malte Müller. Er muss auf seinen Taxischein warten, bis er genug Mitfahrer mit dem gleichen Ziel hat. „Ich hatte die Unwetterwarnung schon mitbekommen“, sagt er. „Aber ich hab die Hoffnung, hier noch weg zu kommen.“

5.33 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält seine Unwetterwarnung für Teile Südwestfalens aufrecht. Der DWD warnte vor allem im Hochsauerlandkreis und im Kreis Siegen-Wittgenstein vor Orkanböen der Stärke 11 bis 12 mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern. Die Warnung galt zunächst bis Montagmittag, 12 Uhr. Für die übrigen Landesteile stufte der DWD die Warnstufe herab. Dort seien aber weiterhin Böen bis Windstärke 9 möglich.

4.43 Uhr: In Paderborn ist ein 16-Jähriger durch einen herabstürzenden Ast verletzt worden. Wie die Polizei berichtete, sei er mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Er sei schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher.

Sonntag: Sabine wirbelte mit Orkanstärke durch Südwestfalen

20.32 Uhr: Der Sturm nimmt weiter an Stärke zu. Ab etwa 21 Uhr werde eine Kaltfront NRW erreichen, sagte Meteorologe Daniel Töns vom Deutschen Wetterdienst. Verbreitet werde es Gewitter geben. „Dabei erwarten wir die stärksten Windgeschwindigkeiten.“ Bis ins Flachland seien Orkanböen der Stärke 12 möglich. Gegen 2 Uhr ziehe die Kaltfront dann wieder aus NRW raus. Punktuell könne es auch stark regnen mit mehr als 15 Litern Niederschlag pro Quadratmeter.

Anschließend lässt der Wind der Prognose zufolge kurzzeitig nach. Sturmböen gebe es aber weiterhin. „In den Morgenstunden und am Vormittag kommen wieder Gewitter rein.“ Am Vormittag seien punktuell auch wieder orkanartige Böen (Stärke 11) möglich. Die Experten gehen bis Dienstagabend von einer „Sturmlage“ aus, bei der verbreitet mit Sturmböen zu rechnen ist.

Die höchsten Windgeschwindigkeiten wurden bis zum frühen Sonntagabend in Aachen (112 Stundenkilometer, gegen 18.30 Uhr) und auf dem Kahlen Asten (103 Stundenkilometer, gegen 19.40 Uhr) gemessen.

20.22 Uhr: Wir haben die wichtigsten Entwicklungen des Tages zusammengefasst: Sturm in Südwestfalen: „Sabine“ wirbelt mit Orkanstärke.

19.55 Uhr: Die Bilanz aus Wetter und Herdecke: In Herdecke zehn, in Wetter vier eher kleinere Einsätze. Meist waren nur Äste wegzuräumen. Die Agentur für Arbeit für Hagen und EN hat ihren Kunden gestattet, morgen zu vereinbarten Termin nicht zu kommen - es sei nicht sichergestellt, dass die Dienststellen alle komplett besetzt seien.

19.05 Uhr: Laut unserem Reporter vor Ort hat sich die Situation in Iserlohn mittlerweile entspannt: Die Passagiere konnten den Zug verlassen.

18.40 Uhr: In Iserlohn ist ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt und hat einen Zug getroffen. Die Feuerwehr ist derzeit in der Karl-Arnold-Straße auf Höhe der Tankstelle Orosol im Einsatz. „Bei Kontakt der Oberleitung mit dem Zug kam es zu einer Flammenbildung“, teilt die Feuerwehr mit. Demnach befinden sich noch 15 Personen im Zug, die bis zum Eintreffen des Notfallmanagers der Bahn im Zug bleiben müssen. Die Bahnstrecke ist gesperrt.

18.05 Uhr: Am Hagener Kreuz ist ein Baum auf eine Lärmschutzwand der Autobahn 45 gestürzt. Auch ein Auto sowie ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr werden in Mitleidenschaft gezogen. Die Autobahn ist in Fahrtrichtung Frankfurt gesperrt.

17.56 Uhr: Nach Auskunft von Wetterexperte Julian Pape wurden am Kahlen Asten zwischen 16 und 17 Uhr die 100 km/h Windgeschwindigkeit erstmals überschritten. „Zwischen 23 Uhr am Sonntag und 2 Uhr am Montag ist die spannende Phase, wenn die Kaltfront kommt“, prognostiziert Pape. Er rechnet mit heftigen Böen bis zu 130 km/h, aber nur lokal begrenzt. „Im Unterschied zu Kyrill mit 18 Stunden Böen dieser Stärke dürfte Sabine nicht so lange dauern, vielleicht drei Stunden.“

Orte sind vom Verkehr abgeschnitten

17.54 Uhr: Der Ortsteil Neuhaus in der Gemeinde Möhnesee ist für Privatpersonen verkehrstechnisch nicht mehr zu erreichen. Die Einsatzkräfte kommen aber weiterhin in den Ort, schreibt die Feuerwehr auf Facebook.

17.35 Uhr: Auch der Wintersportort Wildewiese bei Sundern ist vom Verkehr abgeschnitten.

Bahn stellt Verkehr in NRW komplett ein

17.29 Uhr: Die Bahn hat den Verkehr in NRW komplett eingestellt. Die Züge fahren nach Informationen der Bahn noch zu geeigneten Bahnhöfen oder bis zum Endbahnhof und werden dann abgestellt. Auch am Montagmorgen kommt es demnach „höchstwahrscheinlich noch zu Ausfällen und Teilausfällen“.

>>> Zugausfall wegen Sabine: Diese Reche haben Bahnreisende

17.25 Uhr: Die Deutsche Bahn will den Fernverkehr nach und nach bundesweit einstellen. Man habe sich entschieden, „beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen.“

Breitenbruch ist nicht mehr erreichbar

17.17 Uhr: Die B229 ist inzwischen komplett zwischen Arnsberg und Möhne gesperrt. Das teilt die Polizei via Twitter mit. Auch das Wannetal zwischen Niedereimer und Breitenbruch ist nicht mehr befahrbar. Breitenbruch ist somit nicht mehr erreichbar. Der Malteser Hilfsdienst ist unterwegs, um eine medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung sicher zu stellen.

Bahn stellt Fernverkehr in NRW ein

17.03 Uhr: Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Das teilte das Unternehmen auf Twitter mit.

16.37 Uhr: Erste Bäume sind in Hagen und Breckerfeld umgestürzt. Auf einer Landstraße ist ein Baum auf einen Pkw gefallen. Glücklicherweise wurden die Insassen nicht verletzt. „Sie konnten das Fahrzeug rechtzeitig verlassen“, so Hendrik Binder, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Breckerfeld.

16.34 Uhr: Der aufziehende Orkan „Sabine“ bringt an vielen Orten die Kultur zum Erliegen: Die Stadt Dortmund hat alle städtischen Häuser angewiesen, am Nachmittag ihre Pforten zu schließen, wie sie am Sonntag mitteilte. Dazu gehören neben Museen, Schwimmbädern und Sportanlagen auch die Oper und das Konzerthaus. Alle Veranstaltungen, die nach 17 Uhr beginnen sollten, entfallen.

>>> Die aktuellen Infos der Stadt Dortmund

Polizei HSK warnt: Bäume halten Sturm nicht Stand

16.06 Uhr: Die Polizei HSK warnt über Twitter: „Sabine wird stärker. Immer mehr Bäume halten dem Sturm nicht stand. Folgende Sperrungen sind bekannt: L913 zwischen Thülener Kreuz und Hoppecke, B229 zwischen Breitenbruch und Möhnesee, L839 Hellefelder Höhe. Weitere Sperrungen werden vermutlich folgen! Bleiben Sie vorsichtig!“

16.03 Uhr: „Einige Bäume hat der Sturm schon umgerissen“, teilt der Landesbetrieb Straßen.NRW mit. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 80 StrassenNRW-Meistereien sind in Alarmbereitschaft und rücken aus, wenn’s nötig ist - auch in der Nacht. Wer kann, sollte aber besser zu Hause bleiben.“

15.15 Uhr: Orkantief „Sabine“ hält die Feuerwehren in Menden und Balve in Atem. In Menden ist ein Baum auf ein Haus gestürzt, in Balve sind Gleise blockiert.

15.04 Uhr: Die Feuerwehren aus der Region sind für Sturmtief „Sabine“ gerüstet. In Schmallenberg wurde ein Einsatzstab eingerichtet. Hier gibt es alle aktuellen Entwicklungen zum Orkan vor Ort. Gegen 14 Uhr rückte die Feuerwehr zu ihrem ersten Sturmeinsatz in Wehrstapel aus.

14.41 Uhr: Phoenix Hagen hat sein Heimspiel in der zweiten Basketball-Bundesliga gegen Paderborn abgesagt. Grund ist der Orkan Sabine.

Flüge in Dortmund und Paderborn gestrichen

14.38 Uhr: Die Feuerwehren im Hochsauerlandkreis erwarten am Sonntag und Montag, wenn Orkantief Sabine über das Sauerland fegt, eine hohe Zahl an Einsätzen. Straßen sind gesperrt.

14.03 Uhr: Von den Flughäfen in NRW aus wurden etliche abgehende Flüge gestrichen, wie etwa am Flughafen Dortmund oder am Flughafen Paderborn

14.00 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Region weitere offizielle Warnungen vor Unwettern ausgegeben: Am späten Nachmittag sei auch in flacheren Regionen des Landes mit orkanartigen Böen zu rechnen. In der Nacht auf Montag halten die Meteorologen mittlerweile sogar Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern für möglich. Viele Feuerwehren haben bereits all ihre aktiven Mitglieder aktiviert und befinden sich in Alarmbereitschaft.

>>> Zur Warnkarte des DWD

Städte und Gemeinden riefen ihre Bürger erneut dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. So schließen viele Zoos, Museen ihre Türen. Spaziergänger sollten Parks und Wälder meiden. Außerdem solle man Fenster und Türen schließen und leichte Gegenstände wie Gartenmöbel sichern.

Da es auch am Montag noch stürmisch bleiben soll, bleiben in den meisten Großstädten des Landes die Schulen geschlossen. Nach einer Vorgabe des Schulministeriums sind jedoch überall Notbereitschaften vor Ort, die trotzdem ankommende Schüler in Empfang nehmen. Auch viele städtische Kindertagesstätten bleiben geschlossen.

>>> Welche Schulen in NRW geschlossen bleiben

Auch im Verkehr rechnet man mit Chaos: Die Bahn rüstet sich mit Krisentrupps, die umfallende Bäume von den Gleisen holen sollen und empfahl Reisenden, ihre Fahrten - wenn möglich - zu verschieben.

>>> Zu den aktuellen Verkehrsmeldungen der Bahn

Der ADAC Nordrhein riet, das Auto am besten stehen zu lassen. (mit dpa)

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