Wirtschaft

Insolvenzantrag am Flughafen PAD rückt näher

Am Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren wird eine Insolvenz in Eigenverwaltung angestrebt.

Am Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren wird eine Insolvenz in Eigenverwaltung angestrebt.

Foto: Bernd Thissen / FUNKE Foto Services

Büren.  Am Flughafen Paderborn-Lippstadt könnte die Insolvenz schneller als gedacht kommen.

Die Betreibergesellschaft des Flughafens Paderborn-Lippstadt strebt nach Medieninformation noch in dieser Woche den Gang zum Amtsgericht an, um Insolvenz in Eigenregie zu beantragen. Wie die „Neue Westfälische“ aus Bielefeld berichtet, habe der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft dies am vergangenen Freitag beschlossen. Ursprünglich sollte noch die Entscheidung des Kreises Soest am 8. Oktober abgewartet werden, der nach dem Kreis Paderborn der zweitgrößte Anteilseigner ist.

Die Flughafengesellschaft hatte bereits 2019 zusätzlichen Finanzbedarf für 2020 bis 2022 in Höhe von 5,5 Millionen Euro bei den Anteilseignern geltend gemacht, zu denen auch der Hochsauerlandkreis zählt. Durch die Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Shutdowns hatte sich die Situation noch einmal deutlich verschärft. Der Flugverkehr kam nahezu zum Erliegen. Laut Geschäftsführer Marc Cezanne habe dies 700.000 Euro monatlich gekostet. Angestrebt wird nun die Insolvenz in Eigenverwaltung und der Abbau der Kapazität von heute knapp 700.000 auf rund 300.000 Passagiere. Über 100 Stellen sollen gestrichen werden.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben