Klimastreik

Fridays for Future: Tausende demonstrieren in Südwestfalen

Die Frontgesichter der Hagener „Fridays-for-Future“-Bewegung starten die Protestbewegung mit Ansprachen in Englisch und Französisch.

Die Frontgesichter der Hagener „Fridays-for-Future“-Bewegung starten die Protestbewegung mit Ansprachen in Englisch und Französisch.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Südwestfalen.  Die Protestbewegung „Fridays for Future“ ruft am Freitag zum Klimastreik auf. Hier sehen Sie, wo und wie die Proteste in Südwestfalen ablaufen.

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Auch in Südwestfalen haben am Freitag über den Tag verteilt verschiedene Demonstrationen im Rahmen des weltweiten Aktionstags zum Klimaschutz stattgefunden. Unter anderem in Iserlohn gingen Hunderte Menschen, vorwiegend Schüler auf die Straße. In Siegen nahmen nach Angaben der Veranstalter circa 1100 Teilnehmer am Protestzug durch die Stadt zum Kornmarkt teil.

Auch in Brilon gab es erstmals eine Protestaktion. Während sie leise begonnen hatte und als eine ruhigere Erwachsenen-Demo mit wenigen Teilnehmern startete, schlossen sich ab dem Mittag auch die Schüler an. 250 Teilnehmer protestierten friedlich und äußerst geräuscharm.

In Werl, Soest und Lippstadt gingen die Demonstranten auf die Straße. Während in Werl nur etwa 50 Teilnehmer zusammen kamen, waren es in Lippstadt etwa 1000, in Soest sprach die Polizei zwischenzeitlich von 1500 Demonstranten. Alle Kundgebungen verliefen friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Die größte Veranstaltung fand in Hagen statt, wo die Polizei am Mittag durch den Protestzug auch Verkehrseinschränkungen erwartet hatte. Die WP begleitete den Zug, der von Janne Rosenbaum mit einer Ansprache in Französisch und Englisch eröffnet wurde, mit einem Liveticker. Dabei waren nicht nur Schüler und Jugendliche auf der Straße: auch Eltern und Großeltern zeigten sich solidarisch.

Gegen 17 Uhr startete einer der letzten Protestzüge des Tages in Südwestfalen in Bad Berleburg: Der Protestzug der „Fridays-for-Future“-Bewegung versammelte sich um 17 Uhr am Rathausplatz.

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker äußerte sich zu den Klimaprotesten. Er erinnerte an die Verantwortung jedes Einzelnen für die Bewahrung der Schöpfung: „Wenn es uns nicht gelingt, die Schöpfung zu schonen, müssen wir uns dafür nicht nur gegenüber unseren Mitmenschen und Mitgeschöpfen verantworten, sondern wir haben uns auch gegenüber Gott zu rechtfertigen.“

Übersicht über die Demonstrationen

Die Demonstrationen in Südwestfalen im Überblick:

Die „Fridays for Future“-Bewegung hatte zu dem globalen Streiktag aufgerufen. Währenddessen tagte das Klimakabinett in Berlin und in New York werden auf dem UN-Klimagipfel die nächsten Schritte besprochen. Die Aktivisten fordern die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens: Die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, die Nettonull-Emissionen bis 2035 zu erreichen, den Kohleausstieg bis 2030 zu realisieren und 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung zur erreichen.

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