Kommunalpolitik

Andreas Hollstein: „Ich gehe nicht als Favorit ins Spiel“

Der bisherige Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein, möchte für die Dortmunder CDU bei der kommenden Kommunalwahl für das Amt des Oberbürgermeisters antreten.

Der bisherige Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein, möchte für die Dortmunder CDU bei der kommenden Kommunalwahl für das Amt des Oberbürgermeisters antreten.

Foto: Oliver Berg / dpa

Altena/Dortmund.  Der Bürgermeister von Altena spricht über die OB-Kandidatur für die CDU in Dortmund: „Ich kann Brücken über Parteigrenzen hinweg bauen.“

Wenn der Kreisvorstand der Dortmunder CDU am Montag zustimmt, wird Andreas Hollstein, der langjährige Bürgermeister von Altena, als OB-Kandidat in der größten Ruhrgebietsstadt ins Rennen gehen. Wir hatten noch ein paar Fragen an den 56-jährigen Verwaltungsjuristen.

Ist Ihnen Altena zu klein geworden?

http://Altenas_Bürgermeister_will_OB_in_Dortmund_werden{esc#227701249}[news]Andreas Hollstein Ich hatte bereits im September angekündigt, dass ich nach 20 Jahren im Amt 2020 nicht mehr antrete. Es gibt keine politischen Erbhöfe, und es kann nicht schaden, wenn sich nun jemand anderes einbringt. Zum Zeitpunkt der Ankündigung gab es keine konkrete berufliche Alternative für mich. Dann wurden verschiedene Angebote an mich herangetragen, öffentlich berichtet wurde ja bereits über eine eventuelle Kandidatur als Landrat im Märkischen Kreis. Aber die OB-Kandidatur in Dortmund war dabei die spannendste Herausforderung.

Ist das denn überhaupt zu schaffen in der SPD-Stadt Dortmund?

Die traditionellen Hochburgen gibt es doch nicht mehr, übrigens auch nicht für die CDU. Heute wird mehr darauf geschaut: Wer macht es? Klar gehe ich nicht als Favorit ins Spiel, aber ich erwarte einen sportlichen Wettkampf. Und bevor ich 1999 in Altena Bürgermeister wurde, war das auch SPD-Gebiet. Ich bin jemand, der Brücken über Parteigrenzen hinweg bauen kann.

Welche Rolle spielt der Wahlmodus im September 2020, also Stichwahl oder nicht?

Ich kann mit beidem leben. Die Stichwahl bringt eine größere Legitimation mit sich, andererseits wurde manchmal auch der Sieger im ersten Wahlgang später nicht gewählt. Für den Wahlkampf spielt das aber keine Rolle.

Welche Themen werden denn in dem eine Rolle spielen?

Zentral ist der Stadtumbau - der muss gut weitergeführt werden. Mobilität, Klimaschutz und Integration sind zentrale Zukunftsthemen. Grundlage muss aber eine vernünftige Wirtschaftsstruktur sein. Da hat sich Dortmund in den vergangenen Jahren beachtlich geschlagen. Den Kurs gilt es weiterzuführen.

Wird es Ihnen schwerfallen, aus Altena und dem Sauerland wegzugehen?

Der Bürgermeister hat dort zu sein, wo er arbeitet. Das gilt natürlich auch für einen OB. Und klar ist: In beiden Städten leben Westfalen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben