Bürgermeisterwahl

Altenas Bürgermeister will OB in Dortmund werden

Altenars Bürgermeister Andreas Holstein hat sich als Kandidat für die OB-Wahl in Dortmund im kommenden Jahr ins Gespräch gebracht.

Altenars Bürgermeister Andreas Holstein hat sich als Kandidat für die OB-Wahl in Dortmund im kommenden Jahr ins Gespräch gebracht.

Foto: Oliver Berg / dpa

Altenar/Dortmund.  Altenas Bürgermeister Hollstein will Oberbürgermeister in Dortmund werden. Das kündigte er am Mittwoch an. Dortmunds CDU muss dem noch zustimmen.

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Der im Jahr 2017 wegen eines Messerangriffs bundesweit bekannt gewordene Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein, will Kandidat der Oberbürgermeisterwahl in Dortmund werden. Das berichtete am Mittwoch die Tageszeitung Westfälischer Anzeiger (WA) in seiner Onlineausgabe. Holstein selbst hatte im September angekündigt, nach 20 Jahren im Amt als Bürgermeister bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr antreten zu wollen.

„Die Großstadt Dortmund bietet Herausforderungen, die ich mit meinem Werkzeugkasten gerne bearbeiten möchte“, sagte der 56-Jährige bekannte Kommunalpolitiker der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch. „Es wäre mir eine Freude und Ehre zu kandidieren.“ Die Dortmunder CDU muss der Kandidatur noch zustimmen, hieß es. Die Kommunal- und Bürgermeisterwahl ist am 13. September 2020.

Er suche eine neue Herausforderung, teilte Hollstein vor wenigen Wochen mit, als er überraschend seinen Rückzug von der Spitze Altenas ankündigte. Nach 20 Jahren im Amt als Bürgermeister wollte er nicht mehr erneut für das Amt kandidieren. Zu konkreten Plänen hatte er sich damals nicht geäußert.

Altenars Bürgermeister war als Landrats-Kandidat im Gespräch

Hollstein war zuvor im Gespräch als Nachfolger von Landrat Thomas Gemke im Märkischen Kreis. Gemke hatte vor wenigen Wochen angekündigt, bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 nicht mehr antreten zu wollen.

„Ich bin dafür bekannt, dass ich gut Brücken schlagen kann“, sagte Hollstein der Agenteur dpa auch mit Blick auf die traditionellen Mehrheitsverhältnisse in der SPD-Hochburg. Auch im sauerländischen Altena sei es ihm vor rund zwanzig Jahren gelungen, einen Wechsel an der lange von SPD-Bürgermeistern geführten Stadtspitze zu erreichen.

Sein Engagement und offenes Eintreten für die Flüchtlingsaufnahme in seiner Heimatstadt hatten Hollstein auch Kritik eingebracht. Immer wieder erreichten ihn nach öffentlichen Auftritten Hassmails und Drohbriefe. Im November 2017 war er von einem damals 56-jährigen Mann in einem Imbiss in Altena mit einem Messer bedroht und leicht am Hals verletzt worden. Hollstein versicherte ein Jahr nach dem Anschlag, er sei „wieder der Alte“ und „voll belastbar“. (dae)

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