Tarif-Konflikt

Verdi-Warnstreiks – Stadtverwaltungen und Kliniken betroffen

Auch am Donnerstag gehen die Verdi-Warnstreiks in NRW weiter, unter anderem in Dortmund und Düsseldorf.

Auch am Donnerstag gehen die Verdi-Warnstreiks in NRW weiter, unter anderem in Dortmund und Düsseldorf.

Foto: Fabian Strauch / dpa

Düsseldorf.  Vierter Warnstreik-Tag in Folge: Auch am Donnerstag streiken Beschäftigte des öffentlichen Dienstes – etwa in Dortmund, Düsseldorf und Herne.

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft Verdi die Kommunalverwaltungen zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen seien unter anderem Düsseldorf, Dortmund, Herne, Lünen, Mönchengladbach und Viersen sowie die Kreisverwaltung Recklinghausen, teilte ein Sprecher am Donnerstagmorgen mit. „Der Streik läuft seit etwa 7 Uhr, die größten Auswirkungen werden wohl in großen Städten wie Düsseldorf und Dortmund zu spüren sein“, sagte der Verdi-Sprecher.

Warnstreik in Verwaltungen, Sparkassen, Entsorgern, Kliniken

In Lünen wird nach Auskunft der Gewerkschaft neben der Stadtverwaltung auch die Sparkasse zum Warnstreik aufgerufen. In Herne beteiligen sich auch Beschäftigte der Stadtwerke und der Stadtentwässerungsbetriebe, in Mönchengladbach die Mitarbeiter der Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe. Außerdem legen die Beschäftigten der Ruhr- und Niersverbände ihre Arbeit am Donnerstag nieder.

Darüber hinaus werden die Warnstreiks im Gesundheitswesen in verkleinertem Rahmen fortgesetzt. Bestreikt werden demnach drei Kliniken in Düsseldorf, eine in Viersen sowie eine in Mönchengladbach.„Mit unserem Streikkonzept berücksichtigen wir die Bedingungen der Corona-Pandemie“, sagte der Sprecher. Man werde darauf achten, große Ansammlungen von Streikenden vor den Häusern zu vermeiden.

Verdi und Beamtenbund fordern 4,8 Prozent mehr Lohn

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr. Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiter verhandelt werden. (dpa)

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