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Bis zu zehn Personen sollen Weihnachten zusammen feiern dürfen, plus Kinder unter 14 Jahren.

Bis zu zehn Personen sollen Weihnachten zusammen feiern dürfen, plus Kinder unter 14 Jahren.

Foto: Shutterstock / Sergii Sobolevskyi

Essen.  Bund und Länder haben den Teil-Lockdown verlängert und verschärft – mit Lockerungen zu Weihnachten und Silvester. Was halten Sie davon?

Der "Lockdown light" wird verlängert, weitreichende Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie uns allen wohl noch bis Januar erhalten bleiben. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben sich am Mittwoch darauf geeinigt, die Kontaktbeschränkungen im Dezember zu verschärfen. Für die Feiertage sind Ausnahmen geplant: Weihnachten solle gefeiert werden können, im engsten Familien- und Freundeskreis mit maximal zehn Menschen, Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet.

„Dass wir die Beschränkungen für Weihnachten und Silvester wieder etwas lockern, ist tatsächlich riskant“, sagte SPD-Gesundeitsexperte Karl Lauterbach unserer Redaktion. Es sei nicht auszuschließen, dass Weihnachten und Silvester „zu einem Kickstarter für die Pandemie werden“. Allerdings würden schärfere Regeln für diese Zeit möglicherweise von der Bevölkerung nicht akzeptiert. Der Widerstand gegen die Einschränkungen werde täglich größer. Wie sehen Sie das, liebe Leserinnen und Leser?

 

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Das sind die Regeln, auf die sich Bund und Länder verständigt haben:

  • Private Treffen mit Freunden und Verwandten bleiben auf den eigenen und einen weiteren Haushalt beschränkt und zwar höchstens auf fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter diese Regelung. Auch das Sportverbot bleibt bestehen.
  • Kitas und Schulen sollen weiter geöffnet bleiben. Letzter Schultag vor den Weihnachtsferien wird bundesweit der 18. Dezember sein.
  • Zum Jahresende werden die Kontaktbeschränkungen gelockert. Vom 23. Dezember an werden Treffen im engsten Familien- oder Freundeskreis mit höchstens zehn Personen möglich sein. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen. Diese Regelung gilt bis zum 1. Januar.
  • In Geschäften mit bis zu 800 Quadratmetern Fläche ist höchstens eine Person pro 10 qm Verkaufsfläche erlaubt, in größeren Geschäften höchstens ein Kunde pro 20 qm. In und vor den Läden und auf Parkplätzen sind Masken Pflicht. Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnte vor möglichen Hamsterkäufen.
  • Bund und Länder „empfehlen“ den Bürgern nur, Silvester auf das Böllern zu verzichten. Städte können Feuerwerk auf belebten Plätzen und Straßen verbieten, um Menschenansammlungen zu verhindern.
  • Die staatlichen Hilfen für Gastwirte, Hoteliers und andere Branchen, die im fortgesetzten Lockdown „Sonderopfer“ bringen müssen, werden auf den Dezember ausgeweitet.
  • In Corona-Risikogebieten mit Inzidenzen über 200 entscheiden die Länder über weitergehende Maßnahmen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte die Notwendigkeit der Beschränkungen. "Wenn wir mit konsequenten Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens warten würden, bis die Intensivstationen unserer Krankenhäuser voll belegt sind - belastet sind sie ja schon jetzt - dann wäre es zu spät." Die Neuinfektionen seien weiter auf "viel zu hohem Niveau", noch immer stiegen die Zahlen in einigen Regionen, anstatt zu sinken. (red/mit dpa)

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